Steuert Kantonale Informatik der Waadt in ein Desaster?
Der Entscheid des Kanton Waadt, die Informatik künftig wieder in Eigenregie zu betreiben, ruft bei einigen Beteiligten Kopfschütteln hervor. Wie aus zuverlässiger Quelle zu erfahren ist, sei zu befürchten, dass der Kanton Waadt nur ungenügend auf die Übernahme vorbereitet ist. Zwar wurde die Auflösung der Zusammenarbeit mit Bedag bereits 2005 beschlossen und als Übergangslösung der Vertrag mit den Berner befristet bis Sommer 2009 verlängert. Doch bis dato ist dem Vernehmen nach noch kein Projektteam gebildet worden, das sich mit der Übergabe der IT befasst hätte. Erst auf Anfang 2009 soll mit Patrick Amaru der Posten eines IT-Leiters besetzt werden. Zudem ist höchst unwahrscheinlich, dass der Kanton Waadt die 140 Mitarbeiter der Bedag in Lausanne wird übernehmen können. So liess Bedag verlauten, dass man das Kompetenzzentrum in Lausanne weiterführen werde und dort so viele Mitarbeiter wie möglich weiter beschäftigen wolle. Zum einen betreut Bedag in der Romandie noch weitere Kunden, zum anderen ist die Westschweiz für die Bedag ein interessanter Markt. Somit ist es eine offene Frage, wie IT-Leiter Amaru innerhalb nur weniger Monate angesichts der Ressourcenknappheit die Kantonale IT der Waadt neu aufgleisen will. Zu befürchten ist ein neuerliches Desaster, wie damals im 2000 als die Waadtländer, wie kolportiert wird, die Kooperation mit den Berner aus einer Notlage heraus eingegangen sind.
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