ChatGPT Health

OpenAI erweitert ChatGPT um Gesundheitsbereich

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von Yannick Chavanne und Übersetzung: Dylan Windhaber

OpenAI testet mit ChatGPT Health eine neue Anwendung für den Gesundheitsbereich. Der KI-Chatbot kann dabei medizinische Daten aus Drittanbieter-Apps nutzen. Die neue Funktion ist bislang jedoch aufgrund regulatorischer Vorgaben weder in der Schweiz noch in Europa verfügbar.

(Source: Timon / AdobeStock.com)
(Source: Timon / AdobeStock.com)

OpenAI hat die schrittweise Einführung von ChatGPT Health angekündigt. Dabei handelt es sich um eine neue, in den Chatbot integrierte Funktion, wie OpenAI mitteilt. ChatGPT Health soll Nutzern dabei helfen, ihre Gesundheit besser zu verstehen und zu überwachen. Derzeit werde das Feature von einer kleinen Gruppe von Usern in den USA getestet. 

ChatGPT Health ermöglicht es Nutzern laut OpenAI, gesundheitsbezogene Fragen anhand ihrer eigenen Daten aus Wellness-Apps oder elektronischen Patientendossiers zu stellen. OpenAI betont, dass dieser Bereich isoliert funktioniere und über erhöhte Schutzmassnahmen verfüge, darunter eine spezielle Verschlüsselung, einen separaten Speicher und spezifische Zugriffskontrollen.

Keine Nutzung der Daten fürs Modelltraining

Die Konversationen innerhalb von ChatGPT Health werden nicht zum Trainieren der Modelle von OpenAI verwendet, wie das Unternehmen schreibt. Das Ziel der Funktion bestehe darin, den Nutzern zu helfen, sich besser auf Arzttermine vorzubereiten oder Untersuchungsergebnisse besser zu verstehen. Demnach soll ChatGPT Health eine Ergänzung zu den medizinischen Fachkräften darstellen.

Das neue Modell wurde laut OpenAI mit Unterstützung von mehr als 260 Ärztinnen und Ärzten in 60 Ländern entwickelt. Anhand von mehr als 600'000 Rückmeldungen habe man die Antworten so anpassen können, dass sie mithilfe eines Frameworks namens "HealthBench" nach klinischen Kriterien bewertet werden konnten.

Für Nutzer in den USA sei nun bereits die Integrationen von Apple Health, MyFitnessPal, Function und Weight Watchers möglich. Der Zugriff auf medizinische Daten erfolge über die Plattform "b.well", die nur in den USA verfügbar ist.

Interessierte Nutzer könnten sich auf eine Warteliste setzen lassen. OpenAI weist jedoch darauf hin, dass ChatGPT Health in der Schweiz, in Europa sowie im Vereinigten Königreich bisher nicht verfügbar ist. Ein Termin für die Lancierung in diesen Regionen ist noch nicht bekannt. Alexandre Jotterand, Anwalt für Digitalrecht in der Westschweiz, äussert sich in einem Kommentar auf Linkedin dazu: "Die regulatorischen Auflagen für eine Markteinführung in Europa und der Schweiz werden aufgrund der wahrscheinlichen Einstufung des Geräts als Medizinprodukt mit allen damit verbundenen Auflagen erheblich sein."

 

Noch nicht lange hat OpenAI seine KI-Plattform für Drittanbieter-Apps geöffnet. Seit Dezember 2025 sollen Nutzende Apps direkt im KI-Chat aufrufen und verwenden können. Lesen Sie hier mehr dazu. 

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