SuisseID und Identitätskarte verschmelzen
Identitätskarte und Pass werden neu aufgelegt: Der Bundesrat hat das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement beauftragt, die Ausweise dem aktuellen Stand der Technik anzupassen.
Bei der Identitätskarte sollen Bürger ab 2016 neben einem Modell ohne Chip drei weitere mit Chip wählen können: eines mit elektronisch gespeicherten Daten, eines mit elektronischer Identität für E-Government- und E-Business-Anwendungen sowie eines mit elektronisch gespeicherten Daten und elektronischer Identität.
Investition: 16 Millionen Franken
Die ID ohne elektronischen Chip sei mit der heutigen ID vergleichbar. Sie soll in Kantonen, die das so vorsehen, weiter auf den Gemeinden bezogen werden können. Daneben werde es eine weitere ID mit elektronisch gespeichertem Foto und zwei Fingerabdrücken geben.
Zusätzlich ist eine ID geplant, die eine elektronische Identität für E-Government und E-Business-Anwendungen enthalte. Das vierte Modell kombiniere die elektronisch gespeicherten biometrischen Daten mit der elektronischen Identität. Hier werde die SuisseID zum Zug kommen, so Markus Waldner vom Bundesamt für Polizei gegenüber inside-it.ch.
Die Modelle mit elektronisch gespeicherten biometrischen Daten sollen wie der Pass in den kantonalen Passzentren ausgestellt werden, die Identitätskarte weiterhin von der Privatwirtschaft. Der Auftrag werde öffentlich ausgeschrieben, so der Bund in einer Medienmitteilung.
Kosten soll der Wechsel über 16 Millionen Franken. Die Preise der neuen Ausweise sollen sich im heutigen Rahmen bewegen. Zusätzliche Personendaten werde man nicht erfassen, so das Versprechen.
Neuer Schweizer Pass
Auch der Schweizer Pass werde bis 2016 mit unverändertem Erscheinungsbild erneuert und öffentlich ausgeschrieben. Die Technologie zur Speicherung von Daten und deren Schutz werde beibehalten - "unter Beachtung allfälliger Weiterentwicklungen".
Erneuert werden auch die Reisedokumente für ausländische Personen, die das Bundesamt für Migration ausstellt. Hergestellt werden sollen diese weiterhin im Bundesamt für Bauten und Logistik.
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