Sun ist unzufrieden mit Microsoft-Einigung

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Sun Microsystems ist mit der zwischen dem US-Justizdepartement und dem Softwareriesen Microsoft erzielte Einigung nicht zufrieden und erwägt eine neue Klage gegen den Rivalen. Dies hat Suns Anwalt Mike Morris nach bekannt werden des Vergleichs am Freitag mitgeteilt. Sun erachte die im Kompromiss vorgesehenen Massnahmen gegen Microsoft als zu schwach und unwirksam. Dem Konzern aus Redmond blieben zu viele Schlupflöcher und Lücken, um sich der Regelung zu entziehen, so Morris weiter. Sun scheint nicht alleine mit dieser Einschätzung zu sein. Medien, Analysten, User-Vereinigungen und andere Beobachter haben das Abkommen als Sieg für Microsoft bezeichnet. Einer erneuten Klage Suns wird von Rechtsexperten vor Gericht intakte Chancen eingeräumt: Im Laufe des Kartellverfahrens hatte das Berufungsgericht festgestellt, dass Microsoft seine Konkurrenten, darunter explizit auch Sun, unrechtmässig behindert habe. Noch unklar ist, ob die 18 mitklagenden Bundesstaaten dem Vergleich zustimmen werden. Die Entscheidung darüber ist auf Dienstag angekündigt worden.