Sunrise begrüsst Regulierung im Glasfasermarkt
Die Sunrise wartet noch immer auf ein konkretes Angebot von Swisscom, um im Glasfasermarkt über mögliche Formen der Zusammenarbeit zu verhandeln. Das sagte Christoph Brand, CEO von Sunrise, gegenüber Cash Daily. Anfangs Dezember will Marc Furrer, Direktor der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) die CEO’s der Telekommunikationsbranche zu einem weiteren Treffen einladen, um den Bau und den Unterhalt der Glasfasernetze zu koordinieren. Laut Interview unterstützt Brand die Initiative des Telekom-Regulators: „Es ist äusserst wichtig, dass wir in der Schweiz beim Bau einer solchen Infrastruktur einen Weg finden, der weder zu einem neuen Monopol führt noch zu überrissenen Preisen für die Endkundinnen und -kunden“, so Brand. Das werde aber nur möglich sein, wenn nicht nur der Bau koordiniert werde, sondern auch der Zugriff auf das gebaute Netz klar geregelt sei, damit es auch privaten Investoren und Anbietern wie Orange und Sunrise zur Verfügung stehe. Und das sei laut Brand nicht nur eine Frage der Kosten. „Es bringt nichts, wenn vier Glasfasern in einem Haus sind, aber mit unserem Netz gar nicht verbunden werden können“, so Brand. Die einzige Firma in der Schweiz, die ein flächendeckendes Netz bis zu den einzelnen Häusern habe, sei die Swisscom. Und deswegen müsse auch die Überbrückung von den privaten Netzen bis zu den Endkunden geregelt werden. „Dort hat die Swisscom aus unserer Optik nach wie vor eine vollkommen marktbeherrschende Stellung, weshalb eine Regulierung nötig ist“, so Brand. Zwar erfolge diese Regulierung in der Schweiz später als in Europa und werde erwartungsgemäss auch weniger weit gehen. Aber in der Schweiz stehe die Entwicklung noch am Anfang, weshalb es laut Brand sehr wichtig sei, dass jetzt die Weichen gestellt werden, um ein neues Monopol im Glasfaserbereich zu verhindern. „Für den Endkunden ist nicht relevant, wie viele Glasfasern in seine Wohnung gebaut werden, sondern dass er von vielen verschiedenen Anbietern viele verschiedene Angebote zu tiefen Preisen beziehen kann“, so Brand weiter.
Nicht äussern mochte sich der Sunrise-CEO zum gescheiterten Gespräch mit der Swisscom vom 23. September: Gemäss Insidern habe die Swisscom die Sunrise aufgefordert, beim Thema Glasfaser keine öffentliche Kritik mehr an Swisscom zu üben. Sunrise-CEO Brand erklärte, dass er keine Gerüchte kommentiere, und versicherte, dass sich die Sunrise von niemandem erpressen lasse.
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