Sunrise prüft WTO-Klage gegen Swisscom

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Das Telekommunikationsunternehmen Sunrise prüft gemäss der Zeitung Sonntag eine Klage bei der WTO oder Wettbewerbskommission "gegen die neue Firmenstruktur" von Swisscom. Sunrise bemängelt die Verschmelzung der früheren Swisscom-Divisionen Mobile und Festnetz und erhält dabei Rückendeckung von Beat Schmid, Direktor des Instituts für Medien- und Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen. Er wertet die neue Struktur von Swisscom als "nicht diskriminierungsfrei" und sieht Bedarf für einen Eingriff des Staates. Gemäss WTO-Regeln dürfen ausländische Unternehmen gegenüber inländischen nicht benachteiligt werden, was Swisscom aber mache, wenn sie ihrer Tochter Bluewin bessere Konditionen gewähre als Sunrise und Orange. Auch in der Sonntagszeitung ist Sunrise präsent und lässt über CEO Christoph Brand verkünden, dass man mit seiner Gratis-ADSL-Aktion in drei Monaten mehr als 100'000 Anmeldungen erhalten habe. Swisscom nutze aber die regulatorische Situation in der Schweiz systematisch aus, was dazu führe, dass sich Anbieter wie Tele 2 den Ausstieg aus dem Markt überlegten. Auch hinter Sunrise würden Aktionäre stehen, die "rechnen können". Von einem Rückzug spreche aber niemand, so Brand.