Swisscom-Chef Alder: keine Expansion ins Ausland

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Die Swisscom plant derzeit keine Expansion im Ausland. Es gebe keine strategischen Gründe für eine Akquisition, zitiert sda Swisscom-Chef Jens Alder anlässlich eines Vortrags am ISC-Symposium in St. Gallen. Im Telekom-Bereich könne derzeit zwar alles gekauft werden, und die Swisscom verfüge über eine solide Bilanz. Er habe bisher aber kein geeignetes Kaufobjekt gefunden, sagte Alder weiter. Die erst vor kurzem wieder entfachten Gerüchte, wonach die Swisscom mit der Telekom Austria im Gespräch sei, wollte Alder nicht kommentieren (der NetzwocheTicker berichtete). In der Schweiz stosse die Swisscom an Wachstumsgrenzen. Für eine Akquisition im Ausland spreche aber nur ein Grund: eine Steigerung des Unternehmenswerts, ein zusätzlicher Shareholder Value. Denn von einem Zukauf profitierten einzig die Aktionäre. Kunden, Angestellte und schweizerische Öffentlichkeit hätten nichts davon. Des weiteren wies Alder das Argument der Wettbewerbshüter zurück, die Konkurrenz auf dem Markt spiele mit drei Playern zu wenig und die Margen seien zu hoch: Relevant sei letztlich, was der Kunde an Dienstleistungen erhalte und zu welchem Preis. Der Staat solle bei der Regulierung bedenken, dass die Mobilkommunikation ein sehr kapitalintensives Geschäft sei, sagte Alder gegenüber der Nachrichtenagentur AWP, er habe seine Zweifel, ob es vor diesem Hintergrund überhaupt Platz für drei Anbieter habe. Auch Swisscom Mobiles CEO Carsten Schloter äusserte letzte Woche die selben Bedenken.