Swisscom: UMTS ist bereits da!

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Das UMTS-Netz von Swisscom Mobile deckt heute bereits über die Hälfte der Schweizer Bevölkerung ab. Dies hat der Mobilfunkprovider anlässlich einer Präsentation von UMTS-Anwendungen letzten Freitag bekannt gegeben. Damit würde Swisscom bereits heute die Auflagen des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom) erfüllen. Das Bakom fordert eine Abdeckung von 50 Prozent bis Ende 2004. Der Ausbau der derzeit 456 Basisstationen wird weiter voran getrieben: Bereits liegen gemäss Swisscom Standortbewilligungen für eine Gesamtabdeckung von 65 Prozent vor. Das Netz wird zurzeit erst Swisscom-intern genutzt. Erste Kundenangeborte plant der Provider für Ende Jahr: Dann soll zunächst ein kombiniertes UMTS/WLAN-Angebot an Corporate-Kunden gerichtet werden. Andere Kunden werden sich bis 2004 gedulden müssen, wenn Swisscom Angebote mit dem Schwerpunkt Video auf den Markt bringen will. Einen Massenmarkt für UMTS erwartet Swisscom Mobile nicht vor 2005. Änderungen erwartet der grösste Schweizer Mobilprovider in der Tarifstruktur für die Datenkommunikation: Hier wird laut über eine Flatrate unabhängig von der verwendeten Technologie nachgedacht. Swisscom Mobiles CEO Carsten Schloter gab sich überdies pessimistisch, was das Überleben der drei derzeit tätigen Mobilfunkprovider anbelangt: Um die nötigen jährlichen Gesamtinvestitionen aller drei Unternehmen für den Netzaufbau und –unterhalt in Höhe von 1,2 Milliarden Franken zu tragen, müsste laut Schloter ein jährlicher Service-Umsatz von rund 6 Milliarden Franken erzielt werden. Da dies kaum möglich sei und zudem der Regulator auf weitere Preissenkungen dränge, könne dies lediglich das Ausscheiden eines der drei Mobilfunkanbieters bedeuten. Schloters Rechnung basiert auf den eigenen jährlichen Investitionen von rund 400 Millionen Franken in GSM- und UMTS-Technik.