Swisscom will mit Fastweb Bluewin-TV-Probleme lösen
Gestern stimmte auch die EU-Kommission einer Übernahme von Fastweb durch Swisscom zu. Damit ist Fastweb nun in greifbarer Nähe für Swisscom: Die italienische Börsenaufsicht und die Weko haben den Kauf bereits im April genehmigt. Schliesslich hat der Grossaktionär und Präsident des Fastweb-Verwaltungsrats, Silvio Scaglia, Swisscom seinen Aktienanteil von 18,7 Prozent zum Kauf angeboten.
Am Dienstag dieser Woche ist die offizielle Frist für Gegenangebote abgelaufen. Die Angebotsfrist an die Aktionäre endet nächsten Dienstag. Die einzige Gefahr für das Scheitern einer Übernahme liegt nun noch darin, dass ein Konkurrent ein höheres Angebot in Aussicht stellt und die Aktionäre dadurch ihre Anteile nicht an Swisscom verkaufen. Swisscom bietet jedem verkaufswilligen Fastweb-Aktionär 47 Euro pro Aktie.
Fastweb soll unter anderem mithelfen, Swisscoms derzeitigen Probleme mit Bluewin-TV zu lösen, wie Swisscom-CEO Carsten Schloter gemäss dem Bund an einer Telefonkonferenz sagte. Oft seien die Installationskosten viel höher als Swisscom ursprünglich berechnete, denn in vielen Wohnungen reichen die bestehenden Telefonleitungen für das Fernsehen via Internet nicht aus. Das Ersetzen der Kupferkabel sei sehr aufwändig. Fastweb verfüge über eine kostengünstige Alternative, die auch in der Schweiz eingesetzt werden soll, so Schloter.
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