Switch verärgert Provider mit Einstieg in den Markt für Domain- und Hostingdienstleistungen
Wie bereits im Juni angekündigt steigt die Stiftung Switch in den Markt für Domain- und Hostingdienstleistungen ein. Zu diesem Zweck gründete sie die Aktiengesellschaft Switchplus, die diese Dienstleistungen in Zukunft anbieten wird. Mit diesem Schritt tritt Switch in direkte Konkurrenz zu ihren bisherigen Partnern im Domain- und Hostingbereich. Begründet wird dieser Schritt mit dem 2015 auslaufenden Konzessionsvertrag mit dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom). Gemäss Pressemitteilung dient die Gründung von Switchplus der Zukunftssicherung der Stiftung.
Aus Sicht der anderen Domain- und Hostinganbieter wird dieser Schritt allerdings kritisch beäugt: Erstens wird Switchplus nämlich mit staatlichen Geldern gegründet. Zweitens schaltet Switch auf der eigenen Webpage dominant Werbung für die eigene Tochter. Dazu kommt noch die Ähnlichkeit im Design der beiden Webseiten, die Kontinuität und Vertrauen vermitteln soll. Diese Faktoren tragen zu der Einschätzung bei, dass Switch auf dem Markt für Domain- und Hostingdienstleistungen nicht mit gleich langen Lanzen wie die Konkurrenz kämpft.
Diese Einschätzung könnte nun auch zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung führen. Gemäss Inside-IT strebt nämlich eine Gruppe von elf Providern eine superprovisorische Verfügung gegen Switch an. Die ISPs stören sich angeblich an der dominanten Dartstellung von Switchplus als Standardprovider und wollen in Zukunft im gleichen Rahmen genannt werden. Gemäss Switch-Mediensprecher Marco D'Alessandro weiss man bei Switch aber noch nichts von diesen Bestrebungen und will deshalb zunächst abwarten.
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