Telekombranche: männlich, jung, gut gebildet und gut verdienend

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von cwe@netzwoche.ch
Die Telekombranche ist eine Männer-Domäne: 15'324 der 21'830 Mitarbeiter sind Männer, lediglich 6'506 Frauen. Mit einem Frauenanteil von 30 Prozent liegt die Telekombranche also deutlich unter dem durchschnittlichen gesamtschweizerischen Wert von 45 Prozent. Dies geht aus einer Untersuchung des Bakom hervor. Unternehmen mit einer hohen Frauenquote haben demnach mehrheitlich Verkaufscharakter oder sind Service-Center, wohingegen die Unternehmen mit einer niedrigen Frauenquote eher Produktionscharakter haben und oft im Bereich des Infrastruktur- und Systemmanagements tätig sind. Ziel der Bakom-Untersuchung war es, die Charakteristiken der Branche und die branchenüblichen Arbeitsbedingungen per 31. Dezember 2007 zu analysieren und auszuwerten. Die Resultate beruhen auf Stichproben von 19’907 Arbeitnehmenden bei 43 Fernmeldedienstanbieter. Diese Unternehmen wurden nach einem stratifizierten Stichprobenplan ausgewählt. Die Resultate sind jeweils gewichtet und stellen gemäss Bakom somit die gesamte Branche dar: 21'830 Stellen in 216 Unternehmen. Gemäss Untersuchung ist die Telekombranche auch jünger als andere Branchen: Das Medianalter liegt zwischen 34 und 38 Jahren. Im gesamtschweizerischen Arbeitsmarkt hingegen ist gemäss Arbeitskräfteerhebung des Bundesamtes für Statistik (SAKE) die Kategorie der 40 bis 54-jährigen die stärkste. Bei grossen Telekom-Unternehmen beziehen die Mitarbeiter im Schnitt einen standardisierten Bruttojahreslohn von 97'605 Franken. Bei mittleren Unternehmen sind es 90'494 und bei kleinen 81'037 Franken. Gemäss Bundesamt für Statistik lag der mittlere jährliche Bruttolohn in der Schweiz 2007 bei 46'058 Euro, bei aktuellem Kurs entspricht dies 69,579 Franken. Ebenfalls höher als im gesamtschweizerischen Schnitt ist das Bildungsniveau. Knapp die Hälfte der Mitarbeiter verfügt über eine höhere Berufsausbildung oder einen höheren Studienabschluss. Über alle Branchen gesehen sind dies nur 30 Prozent (SAKE).