Tiscali hat mehrere Wholesale-Kunden abgegeben

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Der ISP Tiscali Schweiz hat in den vergangenen Tagen mehrere Wholesale-Kunden aus den Bereichen Hosting und Access zu anderen ISPs migriert. Diese Information wurde von Tiscali nicht dementiert, aber auch nicht offiziell bestätigt, ebenso wenig wurden die genauen Gründe für die Migration angegeben. Bestätigt wurde die Migration jedoch von René M. Waser, Chef von Cybernet Schweiz AG, die mehrere Wholesale-Kunden von Tiscali übernommen hat. Die Migration hat zwar offiziell nicht mit den Bemühungen der Tiscali-Konzernleitung zu tun, die Assets in der Schweiz zu verkaufen. Pikant an der Angelegenheit ist aber, dass Cybernet schon als möglicher Käufer von weiteren Assets genannt worden ist. Schliesslich hat die paneuropäisch tätige Cybernet-Mutter Viatel erst am 21. April gemeldet, dass man eine Anleihe von 52 Millionen Dollar aufgenommen habe. Viatel spricht in diesem Zusammenhang von einer Bestätigung des Vertrauens, dass das Unternehmen im europäischen Kommunikationsmarkt wieder auferstehen werde. Bereits Ende April hatte der NetzwocheTicker berichtet, dass auch Tiscalis neuer Konzernchef am Rande einer Breitbandkonferenz davon gesprochen hatte, die Schweizer Assets von Tiscali bis Ende Jahr verkaufen zu wollen. Diese Aussage wurde zwar von Tiscalis internationalen Medienverantwortlichen bestätigt, in Basel schwieg man sich bisher aber zu diesem Thema aus. Die Basler Zeitung hat am Donnerstag aber berichtet, ihr liege eine interne Tiscali-Mail vor, aus dem hervorgehe, dass Tiscali seine Schweizer Tochtergesellschaft verkaufen wolle. Der Schweizer Tiscali-Chef Pasquale Lionetti wird aus dem besagten E-Mail zitiert, dass ein langwieriger Prozess bevorstehe. Offensichtlich seien die Verkaufsbemühungen noch nicht weit fortgeschritten. Von Brancheninsidern ist zu hören, dass Tiscali am liebsten alles in einem Gesamtpaket verkaufen würde, einige mögliche Käufer würden sich aber am liebsten nur die besten Stücke herausschneiden.