Triple-Play könnte der finanzielle Selbstmord der Telcos sein

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Die Marktanalysten von Forrester sagen dem geplanten IPTV-Angebot der Deutschen Telekom eine düstere Zukunft voraus: Forrester-Analyst Lars Godell ist der Ansicht, dass der Einsatz der von den Herstellern angebotenen Triple-Play-Lösungen den finanziellen Selbstmord für die Deutsche Telekom bedeuten wird. Deutsche Kunden sind zwar theoretisch dazu bereit, Triple-Play-Angebote zu nutzen, in der Praxis werden sie aber für TV-Services kaum bereit sein, viel Geld zu bezahlen. Kostenpflichtige Inhalte wären aber nötig, denn die Investitionen der Telcos in die neuen Netzwerke, die für IPTV errichtet werden müssen, sind sehr hoch: "Es ist überraschend zu sehen, wie Unternehmen wie die Deutsche Telekom oder France Telecom sehr teure Fiber-backed-Lösungen zur Bereitstellung von IPTV einsetzen", so Godell. "Es ist schwer zu sagen, wie die Deutsche Telekom eine Investition in Höhe von drei Milliarden Euro für Fiber- und VDSL-Netzwerke in einem Land ausgleichen möchte, deren Einwohner bis zu 48 freie TV-Kanäle nutzen und es gewohnt sind, wenig für TV-Dienste zu zahlen."
Forrester rechnet vor, dass die Deutsche Telekom einen kumulierten Verlust pro Nutzer von 1'330 Euro über eine Periode von zehn Jahren erleiden könnte. Für die Swisscom rechnet die Studie gar mit einem kumulierten Verlust von 3747 Euro. Allerdings hält die Studie auch fest, dass unter bestimmten Vorraussetzungen - mit einer abgespeckten Netzwerkarchitektur - die Schweiz neben Norwegen und Portugal das einzige Land ist, in welchem ein Business Case mit Triple Play Profit abwerfen kann.
Mehr zu dieser Studie und ihrer Bedeutung für den Schweizer Telekom-Markt lesen Sie in der Netzwoche 25 vom nächsten Mittwoch.