Studie von McKinsey

KI-Nutzung in Unternehmen steigt - doch der finanzielle Nutzen stagniert

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von Dylan Windhaber und Netz-KI Bot und rja

Zwar setzen Unternehmen KI immer umfassender ein, doch der messbare finanzielle Erfolg bleibt begrenzt. Eine globale McKinsey-Studie zeigt zudem, dass vor allem Grossunternehmen KI-Agenten vorantreiben und die Investitionen weiter steigen.

(Source: TA design / stock.adobe.com)
(Source: TA design / stock.adobe.com)

Unternehmen setzen künstliche Intelligenz immer breiter ein. Der finanzielle Nutzen hält mit dieser Entwicklung allerdings nicht Schritt. Das zeigt die aktuelle globale KI-Studie von McKinsey, für die das Beratungsunternehmen zwischen Anfang Mai und Anfang Juni 2026 insgesamt 1719 Personen aus 97 Ländern befragte.

44 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Unternehmen KI inzwischen unternehmensweit einsetzt. Im Vorjahr waren es 38 Prozent. Vor allem Grossunternehmen würden den Einsatz vorantreiben: Bei Firmen mit mehr als einer Milliarde US-Dollar Jahresumsatz nutzen laut Studie rund 40 Prozent KI-Agenten in mindestens einem Geschäftsbereich - 2025 waren es noch 27 Prozent.

Besonders schnell verbreiten sich Coding-Agenten, wie McKinsey schreibt. Rund jedes fünfte Unternehmen setze solche Werkzeuge bereits breiter ein, bei Grossunternehmen seien es 31 Prozent. Die Technologie beeinflusst auch den Softwareeinkauf: 32 Prozent der Befragten berichten, dass ihr Unternehmen bislang mindestens einmal auf den Kauf einer Software oder Funktion verzichtet hat, weil es diese mithilfe von Coding-Agenten selbst entwickeln konnte.

Produktivität steigt stärker als der Gewinn

Bei den Mitarbeitenden zeige künstliche Intelligenz bereits deutliche Wirkung: Gemäss Studie verbessert KI die Produktivität von 8 von 10 der befragten Personen. Rund die Hälfte treffe damit nach eigenen Angaben bessere Entscheidungen.

Auf Unternehmensebene bleibe der finanzielle Effekt dagegen weitgehend unverändert. 37 Prozent schreiben KI einen positiven Einfluss auf den operativen Gewinn (EBIT) zu - praktisch gleich viele wie im Vorjahr. Nur 6 Prozent zählen zu den von McKinsey definierten "AI High Performers", die mindestens 5 Prozent EBIT-Effekt und einen signifikanten Nutzen erzielen.

Diese "AI High Performers" setzen KI laut McKinsey allerdings anders ein als der Rest. Fast drei Viertel hätten ihre Arbeitsabläufe aufgrund des KI-Einsatzes grundlegend umgestaltet. Bei den übrigen Unternehmen sei es lediglich rund ein Viertel. Zudem würden die erfolgreichen Unternehmen KI häufiger gezielt für Wachstum und Innovation einsetzen und nicht nur, um effizienter zu arbeiten.

Gleichzeitig werden aber auch die Kosten zunehmend zum Thema. Etwa jedes fünfte Unternehmen schränkt laut den Umfrageergebnissen seine KI-Nutzung wegen laufender Ausgaben ein. Die Investitionsbereitschaft bleibe dennoch hoch: 60 Prozent der Befragten erwarten, dass ihr Unternehmen seine KI-Ausgaben im kommenden Jahr erhöht. 

KI-bedingter Stellenabbau geringer als erwartet

Auch die Erwartungen an die Beschäftigtenzahlen verändern sich. 39 Prozent rechnen damit, dass KI die Anzahl der Mitarbeitenden in ihrem Unternehmen im kommenden Jahr verringern wird. Ein ähnlich hoher Anteil der Befragten (43 Prozent) erwartet gemäss Umfrage nur geringe oder keine Veränderungen. 

Wie McKinsey schreibt, erweisen sich bisherige Prognosen allerdings als zu pessimistisch, denn lediglich 14 Prozent berichten für das vergangene Jahr von einem KI-bedingten Stellenabbau. Zwei Drittel hätten kaum oder keine entsprechenden Veränderungen festgestellt.

 

Laut einer Studie von AWS ist KI zwar auch in Schweizer Unternehmen weit verbreitet, bei der tiefgreifenden Integration hapert es jedoch noch. 

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