Trotz neuestem Kundenverlust: RTC hält an der Ibis-Plattform fest
Die Berner RTC Real-Time Center AG hält auch nach dem Absprung der RBA-Banken an ihrem eingeschlagenen Weg der Plattformerneuerung fest. „Der auf mehrere Jahre hinaus angekündigte Weggang der RBA-Gruppe ändert nichts am beschlossenen Weg von RTC, das Projekt Ibismove zur Erneuerung der Software-Plattform Ibis konsequent weiterzuführen“, so ein offizielles Statement von RTC. Nachdem sich die Berner Kantonalbank schon vor einiger Zeit zur Ibis-Plattform bekannt hat, sei nun auch die Jurassische Kantonalbank gefolgt. Dies bringe Stabilität und stelle die Ibis-Erneuerung sicher, kommentiert RTC. Die Einführung der neuen Plattform ist für Pfingsten 2009 (31. Mai) vorgesehen. Auf dem Weg dahin hat RTC mit der Inbetriebnahme der Handelsplattform OTMS im November einen weiteren Schritt getan.
Am Mittwoch hatten die RBA-Banken an einer Versammlung in Bern den Beschluss gefasst, gemeinsam IBIS zu verlassen und auf die Finnova-Plattform zu wechseln. Man habe vorgängig detaillierte Abklärungen vorgenommen und einen breit angelegten, umfassenden Meinungsbildungsprozess im Mitgliederkreis abgeschlossen, erklärte die Regionalbanken-Gruppe. Mit dem Entscheid wolle man den besonderen Anforderungen des verbundes Rechnung tragen. Wer die Banken bei der Migration, die nach eigenen Angaben „mehrere Jahre“ dauern wird, unterstützen und die Plattform danach betreiben wird, ist noch nicht bekannt. Mit möglichen Implementierungs- und Migrationspartnern laufen derzeit noch Verhandlungen.
Die RBA-Holding betont, dass die Kooperation mit der Berner Kantonalbank bei der Verarbeitung von Zahlungsverkehr und Wertschriften im Rahmen des Jointventures Entris von dem Entscheid gegen Ibis nicht betroffen sei.
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