UMTS Schweiz: Lizenzvergabe statt Auktion?

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Am Mittwoch verschickte das Bakom einen Brief, in dem sie den vier UMTS-Lizenzanwärtern nochmals die Gründe für den Auktionsabbruch schilderte. Dabei wurde auch betont, dass noch dieses Jahr die UMTS-Lizenzen vergeben werden. Dass es zu einer zweiten Auktion kommt, ist indes unwahrscheinlich. Favorisiert wird eine Gebührenregelung. Diese dürfte dann allerdings höher ausfallen als die 50 Millionen Franken, welche bei der Auktion als Mindestpreis für eine Lizenz vorgesehen waren. Gegenüber der Basler Zeitung meinte Claude Georges, UMTS-Verantwortlicher bei der Swisscom, dass man durchaus bereit sei, über den Preis zu diskutieren, um gemeinsam einen Weg zu finden. Ähnlich äusserte sich Sunrise-Sprecher Stephan Howag gegenüber der BaZ: Wir ziehen den Dialog gegenüber einem juristischen Hickhack vor, meinte er. Dass es zu einer Neuausschreibung kommt, ist praktisch auszuschliessen. Denn einerseits würde sich das Bakom damit (auch nach Meinung von Rechtsexperten) aufs jurisitische Glatteis begeben. Andererseits wäre eine Neuausschreibung politisch kaum durchsetzbar. Für den Werkplatz Schweiz hätte nämlich eine neues Verfahren nach Ansicht von Georges nur negative Folgen: Verlieren wir ein halbes Jahr, so müssen wir bei den Netzbauern hinten anstehen. Dies sei umso prekärer, als die Infrastrukturausrüster nur beschränkte Kapazitäten hätten, da sie in den nächsten Jahren in Europa 80 Netze aufbauen müssten.