Unregelmässigkeiten in Geschäftszahlen von IXOS

Uhr | Aktualisiert
Das Controlling der IXOS Software AG hat in der Vertriebsregion Belgien Unregelmässigkeiten festgestellt, die auf das Fehlverhalten eines einzelnen Vertriebsmitarbeiters zurück zu führen sind. Dieser Vertriebsmitarbeiter hat gemäss Ad-hoc-Mitteilung vom 6. Mai sechs Kundenaufträge gefälscht. Dies führte in der zweiten Geschäftsjahreshälfte 2001/2002 (1.1.-30.6.2002) zu einem überhöhten Lizenzumsatzausweis des IXOS-Konzerns von 0,8 Millionen Euro, was 0,7 Prozent des Jahresumsatzes entspricht. Auch der EBIT wurde um 0,7 Millionen Euro zu hoch angegeben. In der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 2002/2003 (1.7.-31.12.2002) lag der überhöhte Lizenzumsatz- und Ergebnisausweis bei 0,3 Millionen Euro. IXOS hat den Vertriebsmitarbeiter entlassen. Es handle sich bei diesem Betrugsfall um ein isoliertes Einzelereignis, betonte IXOS. Gleichzeitig mit der Ergebniskorrektur gab IXOS auch das Ergebnis für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres bekannt: Der Konzernumsatz stieg um sechs Prozent auf 91,9 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit minus 0,75 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von plus 3,9 Millionen Euro. IXOS begründet diesen Rückgang unter anderem mit den Akquisitions- und Integrationsbelastungen für die im Januar übernommene Basler Obtree Technologies Inc. Die liquiden Mittel des Unternehmens betragen 35 Millionen Euro. Wegen der erwähnten Unregelmässigkeiten fiel der Aktienkurs von IXOS (am TechDAX) um etwa zehn Prozent.