USA lockern Griff um ICANN

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Wie der NetzwocheTicker gestern berichtete, besteht zwischen dem US-Handelsministerium und der dort angesiedelten Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) eine neue Vertragsvereinbarung. Diese räumt der ICANN mehr Autonomie ein und beendet während der nächsten drei Jahre die Regierungsaufsicht über das Tagesgeschäft der Netzverwaltung. Damit kommen die USA der EU entgegen, die sich seit langem für eine von der US-Behörde unabhängigere ICANN einsetzt. Die EU-Kommission hat die Vereinbarung gelobt. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen. Gegenüber dem Online-Newsdienst Heise bezeichnet Milton Mueller, Professor an der Universität von Syracuse und Mitbegründer des Internet Governance Project, die Vereinbarung als Rhetorik. Man dem alten Memorandum of Understanding lediglich neue Kleider verpasst, so Mueller.