Parashift lanciert KI für Dokumentverarbeitung
Parashift erweitert sein Angebot mit "Dokumentli". Das neue KI-Modell richtet sich insbesondere an das Gesundheitswesen sowie Banken und Versicherungen und lässt sich auf handelsüblicher Hardware vollständig vom Netz getrennt betreiben.
Parashift lanciert sein neues Vision-Language-Modell "Dokumentli". Es dient dazu, Geschäftsdokumente zu klassifizieren und daraus Felder zu extrahieren, wie der Schweizer Technologieanbieter mitteilt. Ausgeliefert werde das Modell mit dem vorkonfigurierten Betriebscontrainer "Dokumentli Node". Für den Betrieb benötigen Unternehmen laut Mitteilung Linux, Docker und eine Nvidia-Grafikkarte mit mindestens 24 Gigabyte VRAM (Video Random Access Memory).
Drei Branchen im Fokus
Mit Dokumentli richte sich Parashift insbesondere an das Gesundheitswesen sowie an Banken und Versicherungen. Das Modell könne auf einer einzelnen Grafikkarte in einem gewöhnlichen Server und vollständig vom Netz getrennt betrieben werden, schreibt der Anbieter. Unternehmen könnten Dokumente damit im eigenen Rechenzentrum oder in einer Private Cloud verarbeiten. Parashift zielt damit gemäss Mitteilung vor allem auf Organisationen mit hohem Dokumentenvolumen und strengen Anforderungen an den Verbleib ihrer Daten.
Keine Vorbereitung für neue Dokumenttypen
Dokumentli benötige keine Vorabkonfiguration für einzelne Dokumenttypen und kein Layout-Pretraining, teilt Parashift mit. Neue Belegarten lassen sich demnach ohne Vorbereitung verarbeiten. In der Anfrage deklarierte Felder gebe das Modell in einer entsprechenden Antwortstruktur aus, auch bei wiederkehrenden Gruppen wie Rechnungspositionen.
Als Schnittstelle dient eine OpenAI-kompatible Chat-Completions-API. Darüber lasse sich Dokumentli unter anderem an Workflow-Lösungen sowie RPA-, iPaaS-, ERP-, DMS- und CRM-Systeme anbinden. Zudem nutzen On-Premises-Betrieb und Private Cloud dieselbe API, sodass Unternehmen laut Anbieter zwischen den Betriebsarten wechseln können, ohne die Integration neu aufzusetzen.
Dokumentli ist nun gemäss Mitteilung bereits für den On-Premises-Betrieb und in der Private Cloud verfügbar. Eine von Parashift betriebene Cloud-API, die Integration in die Parashift-Plattform sowie Fine-Tuning auf eigene Dokumenttypen seien ebenfalls geplant.
Übrigens: KMUs können neu in ChatGPT-Business ihre Daten explizit in Europa speichern lassen. Mit der Funktion will OpenAI Unternehmenskunden ermöglichen, Vorgaben zum Speicherstandort ihrer Daten zu erfüllen. Mehr dazu lesen Sie hier.
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