UVEK: Cablecom muss erste TV-Programme der Nachbarländer analog anbieten

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von fgr@netzwoche.ch
Der Bundesrat will Cablecom dazu verpflichten, die ersten Programme der öffentlich-rechtlichen Anstalten der Nachbarländer weiterhin analog aussenden zu müssen. Die Landesregierung erwäge, dies in einer Verordnung zu verankern, erklärte Kommunikationsminister Moritz Leuenberger nach einem Treffen mit Italiens Vize-Aussenminister Franco Danieli. Auch die französische Regierung zeigte sich wenig erfreut über Cablecoms Pläne, die Sender France2 und TF1 ins kostenpflichtige digitale TV-Angebot verschieben zu wollen. Der französische Botschafter wolle das Thema "in den nächsten Tagen" mit der Cableocm-Direktion besprechen, sagte eine Sprecherin gegenüber AWP. In einem ersten Statement begrüsst Cablecom die klare Regelung seitens der Behörden. Bereits in der Sonntagszeitung hatte Cablecom-Chef Rudolf Fischer erklärt, Rai Uno im analogen Angebot zu behalten, falls der Bundesrat daran festhalte. Als privates Unternehmen könne man keine Medienpolitik betreiben, so Fischer. Cablecom hatte vor drei Tagen angekündigt, bis 2009 sechs weitere Sender ins digitale Angebot zu verschieben. Welche Sender das sein sollen, hat Cablecom noch nicht bekannt gegeben. Damit will Cablecom innerhalb der nächsten zwei Jahre insgesamt 12 Sender ins digitale Angebot verschieben. Cablecom hält an diesen Verschiebungen fest: Man brauche unverändert im Zuge der Digitalisierung des Fernsehens ab April beziehungsweise Juni mehr Bandbreite und müsse deshalb im Jahr 2007 sechs analoge Programme ins das digitale Angebot verschieben, so Cablecom im Statement von heute.