Was macht Oracle mit Bea?
Seit der US-Software-Anbieter Oracle Mitte Januar für 8,5 Milliarden US-Dollar den Softwareentwickler Bea Systems übernommen hatte, spekulierten Analysten über die Ausprägung der Integration. Nun hat Oracle in einer Roadmap die weitere Marschroute dargelegt: Alle bestehenden Wartungs- und Supportverträge mit Bea-Kunden sollen eingehalten werden. Zudem werden einige von Oracle als strategisch wichtig eingestufte Middleware-Produkte von Bea, unter anderem auch der Weblogic Java-Applikationsserver, in den nächsten 12 bis 18 Monaten (mit möglichst wenig Änderungen) in Oracles Fusion-Produktefamilie integriert werden. Dies verkündete Oracles Middleware-Chef Thomas Kurian in einem Webcast.
Die Ankündigung ist als Abstufung des Oracle-eigenen Applikationsservers zu werten. Beas Weblogic-Server soll zu Oracles strategischem "Java-Container" ausgebaut werden, da er unter anderem bereits in Techniken wie Toplink for Java integriert werden könne. Zudem soll Beas JRockit zur wichtigsten Java-Virtual-Machine von Oracle avancieren. Weiter sollen der Oracle Enterprise Service Bus (ESBLexikon) mit dem Bea Aqualogic Service Bus verbunden und das Bea Aqualogic Enterprise Repository zu Oracles SOA-Drehscheibe werden. Beas Weblogic-Portal hingegen soll längerfristig im Oracle-Webcenter aufgehen.
Zeitgleich liess Oracle verlauten, mit dem Geschäftsverlauf in der Region Emea (Europa, Naher Osten und Afrika) zufrieden zu sein. 7,9 Milliarden US-Dollar Umsatz habe man hier erwirtschaftet, 32 Prozent mehr als im Vorjahr, wobei die Lizenzumsätze um 35 Prozent stiegen. Wie gross der über Bea-Produkte generierte Umsatz ist, wurde nicht bekannt gegeben.
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