Wenn Unternehmen "liken"
Immer mehr Unternehmen fälschen Onlinebeiträge in sozialen Medien um die Internetcommunity zu erreichen. Fliegt eine Fälschung auf, drohen unterschiedliche Konsequenzen.
Konsumenten vertrauen Bewertungen auf Onlineseiten beim Produktkauf. Das haben auch Unternehmen bemerkt und untergraben nun die Glaubwürdigkeit dieser Onlinebewertungen. Wie die Marktforschungsagentur Gartner berichtet, nehmen die gefälschten Onlinekritiken von Unternehmen zu.
10 bis 15 Prozent gefälscht
Bis 2014 sollen 10 bis 15 Prozent aller Einträge auf Bewertungsseiten von Unternehmen gefälscht worden sein, rechnen Analysten vor. "Mehr als die Hälfte aller User bewegt sich auf sozialen Netzwerken. Unternehmen suchen deshalb neue Wege, an diese Kundschaft zu gelangen. Sie versuchen dies mit mehr 'Likes' oder besseren Kritiken als bei den Konkurrenzprodukten", erklärt Gartner-Analystin Jenny Sussin. Für gefälschte Rezensionen oder "Likes" würden Unternehmen grosse Beträge aufwenden.
Werden Unternehmen bei ihrem zweifelhaften Vorgehen entdeckt, kann dies aber schwere Folgen für sie haben. Konsumenten würden ihr Vertrauen in das Unternehmen verlieren. Der Reputationsverlust wäre immens.
Offene Onlinekommunikation empfohlen
Käme hinzu, dass auch rechtliche Konsequenzen drohen würden. Im Jahr 2009 definierte die amerikanische Handelskommission Federal Trade Commission, dass positive Bewertungen von Unternehmen irreführende Werbung sind, solange nicht klar ersichtlich ist, von wem die Rezension geschrieben wurde. Die Verfasser gefälschter Einträge könnten dementsprechend rechtlich belangt werden, was mit einem steigenden Medieninteresse auch öfter geschehe, glaubt Gartner.
Die Marktforschungsagentur empfiehlt Unternehmen deshalb eine offene Onlinekommunikation. Werden positive wie negative Kritiken veröffentlicht, erhöhe das die Glaubwürdigkeit. Zudem sollten sich Unternehmen auch die Zeit nehmen, Bewertungen zu beantworten und das Gespräch mit der Onlinecommunity zu suchen.
Softwareone meldet moderates Wachstum
W3C aktualisiert Dokumente für Accessibility-Tests
Sensibilisierung und Zusammenarbeit sind der Schlüssel zur Cyberabwehr
Unternehmensportrait und Statement
Fatale Verwechslung: Kryptobörse verschenkt über 40 Milliarden US-Dollar in Bitcoin
Katzen im Weltall
Peoplefone ernennt Schweiz-Chef und befördert Partner-Manager
Update: Seco hinkt bei den Auszahlungen weiter hinterher
Sichere Netzwerke – das Fundament für das KI-Zeitalter