Erste Pressekonferenz seit Amtsantritt

Wie Jason Chen Acer retten will

Uhr | Aktualisiert
von David Klier

An seinem ersten öffentlichen Auftritt hat sich Jason Chen am Sonntag gegenüber der Presse erstmals zur Zukunft von Acer geäussert. In Taipeh erklärte er, wie er das Unternehmen mit dem Fokus auf seine Kernkompetenzen im PC-Segment und Cloud-Services wieder in Fahrt bringen will.

(V.l.) Stan Shih, Verwaltungsratsvorsitzender von Acer, Jason Chen, neuer CEO und Corporate President von Acer (Quelle: Acer)
(V.l.) Stan Shih, Verwaltungsratsvorsitzender von Acer, Jason Chen, neuer CEO und Corporate President von Acer (Quelle: Acer)

Um Acer ist es schlecht bestellt. Nach einem verlustreichen dritten Quartal wird das Unternehmen zum dritten Mal in Folge ein Geschäftsjahr mit tiefrotem Ergebnis abschliessen. Analysten gehen im Schnitt von einem Nettoverlust von 14,3 Milliarden Taiwan New Dollars (TWD) – rund 430 Millionen Franken - für 2013 aus, wie Bloomberg berichtet. Allein im dritten Quartal betrug der Verlust umgerechnet 395 Millionen Franken.

Der frisch ernannte CEO Jason Chen ist sich des Problems bewusst. Am Sonntag ist er in Taipeh am Hauptsitz von Acer zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt vor die Presse getreten. "Wir müssen uns selbst aus einem Loch graben", sagte er dort.

Acer habe zu früh in Ultrabooks und die Touchscreen-Technologie investiert. Zum damaligen Zeitpunkt gab es den Markt für diese Geräte noch gar nicht, wie Chen laut Bloomberg erklärte. Um das Unternehmen wieder auf einen grünen Zweig zu bringen, plane Acer nun, auf seine Kernkompetenzen im Hard- und Softwarebereich zu setzen. Zudem wird Acer das Geschäft mit Cloud-Services weiter ausbauen. Dazu zählt die neue Cloud-Computing-Plattform "Build Your Own Cloud", die zum 1. April dieses Jahres starten soll. Den Anfang sollen hier zunächst Notebooks machen, die ab Anfang April mit den neuen Cloud-Services angeboten werden.

Wie sich die neuen Cloud-Services von der bereits verfügbaren Acer Cloud unterscheiden werden, bleibt offen. Chen verkündete aber darüber hinaus an einer Gesamtstrategie für Acer zu arbeiten. Details wollte er dazu jedoch noch keine nennen.

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