Wikileaks-Skandal wegen Datenleak
25'1287 diplomatische US-Depeschen sind frei und unredigiert im Netz verfügbar - gerichtlicher Streit entfacht.
Wegen eines Daten-Lecks bei Wikileaks sind nun sämtliche 25'1287 diplomatischen Depeschen von amerikanischen Botschaften, die im Besitz der Enthüllungsplattform waren, frei und unredigiert im Netz verfügbar. Das heisst die Namen im Cablegate-Archiv von Informanten sind nicht geschwärzt und somit für alle einsehbar.
Angeblich habe der Journalist David Leigh des britischen "Guardian" die Passwörter zu den US-Depeschen unerlaubterweise weiter gegeben. Er soll sie in seinem Buch "Wikileaks. Inside Julian Assange’s War on Secrecy" veröffentlicht haben. Die Tageszeitung und Leigh wiesen jedoch die Schuld von sich, wie "ZDNet" berichtet. Denn in dem Buch sei zwar ein Passwort erwähnt worden, jedoch wurde Leigh gesagt, dass es sich um ein zeitlich begrenztes Passwort handle.
Rechtliche Schritte
Nun wurde gegen Leigh und eine nicht genannte deutsche Person rechtliche Schritte angekündigt. Die Vermutung, dass es sich bei der ungenannten deutschen Person um Daniel Domscheit-Berg handelt, ist naheliegend. Er ist der ehemalige deutsche Pressesprecher von Wikileaks und ein Freund Assanges. Nach seinem Abgang bei der Plattform publizierte er ein Enthüllungsbuch "Inside Wikileaks – meine Zeit bei der gefährlichsten Website der Welt". Darin liess er kein gutes Haar an seinem ehemaligen Freund. Er gründete die Konkurrenz-Plattform Openleaks.
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