"Wir fordern mehr Informatik-Kompetenz bei IT-Projekten der Bundesverwaltung"
Die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit fordert nach dem Abbruch von "Insieme" Verbesserungen im Umgang mit komplexen IT-Projekten sowie im Beschaffungswesen.
Die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit ist der Meinung, dass die Informatik-Kompetenz bei IT-Projekten in der Bundesverwaltung gestärkt werden muss. Die zeitweise über 30 involvierten Firmen und über 200 externen Mitarbeitenden bei Insieme zeigten, dass die Bundesverwaltung mit aktuellen Strukturen nicht im Stande sei, derartig komplexe Informatikprojekte zu leiten, schreibt die Gruppe in einer Mitteilung.
Künftig sollen deshalb grosse Informatik-Projekte nicht mehr von Fachpersonen der jeweiligen Departementen geführt werden, sondern durch professionelle und unabhängige IT-Projektleiter aus Informatik-Organisationen wie dem Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) oder dem Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT).
Agiles Vorgehen wenn sinnvoll
Die Gruppe fordert zudem ein besseres Controlling der IT-Projekte, damit Probleme frühzeitig aufgedeckt und gelöst werden können. Externe Firmen müssten dabei von kompetenten IT-Führungspersonen der Bundesverwaltung gesteuert werden, sodass die Interessen der Auftraggeber und letztlich der Steuerzahler gewahrt seien. Zudem solle das Beschaffungswesen bei IT-Projekten den branchenüblichen Anforderungen gerecht werden.
Dazu sollen vermehrt neue Verfahren wie der wettbewerbliche Dialog eingesetzt werden, damit die unterschiedlichen Ansätze der Anbieter beurteilt werden können. Die Gruppe schlägt auch vor, agile Entwicklungsmethoden entgegen dem Wasserfall-Vorgehen vorzuziehen, sofern sinnvoll.
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