"Wir sind das Dropbox für strukturierte Daten"
Das Start-up Firebase betreibt einen Dienst, mit dem sich Web-Apps über mehrere Clients in Echtzeit synchronisieren lassen. Die Netzwoche traf Firmengründer Andrew Lee in San Francisco. Dabei hat er verraten, warum das Cloud-Unternehmen selbst nicht mehr auf die Cloud setzt.
Hinweis: Die Netzwoche wurde für eine Woche ins Silicon Valley eingeladen und trifft sich dort mit mehreren IT-Unternehmen. Mehr über die Pressereise in San Francisco erfahren Sie auf dieser Website.
"So viele Leute waren noch nie in diesem Raum", sagte der 29-jährige Andrew Lee, als er heute 15 europäische Journalisten in San Francisco in Empfang nahm. In Jeans und T-Shirt stand der Unternehmensgründer vor einem Blackboard und erklärte das Konzept von Firebase.
Das Start-up Firebase bietet einen Cloud-Dienst an, der Daten zwischen mehreren Clients synchronisiert. Lee spricht von einem Backend-as-a-Service und verrät auch gleich, was Firebase so speziell macht: Entwickler sollen mit "ein paar Zeilen Code" über eine REST-API komplexe Apps umsetzen können, die JSON-Daten in Echtzeit abgleichen und sich über Javascript auf Websites einbetten lassen.
"Wir sind das Dropbox für strukturierte Daten und Apps", meinte Lee.
Cloud-Dienst ohne Cloud
Mit Firebase sind bereits Chat-Apps, Collaboration-Tools und Spiele entwickelt worden. Für seinen Service habe man zuerst auf "einen der grossen Cloud-Provider" gesetzt, sagte Lee - und meinte damit wohl Amazon. Der Anbieter habe aber Probleme mit Latenzen gehabt, und die könne sich ein Dienst wie Firebase, der mit Echtzeit wirbt, nicht leisten.
Nun nutze Firebase nur noch SSDs und Dedicated Servers von Softlayer, das erst gerade von IBM gekauft wurde. Das Beispiel ruft wieder mal in Erinnerung, dass die Nachteile von virtualisierten Cloud-Umgebungen für einige Unternehmen tatsächlich grösser sein können als die Vorteile.
Über 20'000 Entwickler
Firebase speichert Daten auf seinen Servern. Dank der Echtzeit-Synchronisation soll die Technologie aber auch offline funktionieren. Noch in diesem Jahr will das Start-up für seinen Dienst, der bis jetzt kostenlos als Beta verfügbar ist, Geld verlangen. Investoren glauben an Firebase: Sie haben bis jetzt rund 7 Millionen US-Dollar in das Unternehmen investiert.
Bis heute haben die über 22'000 Firebase-Entwickler mehr als 6000 Apps umgesetzt. Jeden Tag gibt es rund 20 Millionen Client-Sessions auf den Servern des Unternehmens. Noch ist Firebase, das sieben Mitarbeiter hat, erst in den USA aktiv. SLAs biete man nicht an - ausser für grössere Kunden wie CBS, mit denen man selbst welche aushandle, so Lee.
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