Yahoo, Google und Microsoft werden von US-Regierung scharf kritisiert

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Gestern Mittwoch haben sich Yahoo, Google, Microsoft und Cisco bei einer Anhörung vor dem US-Parlament für ihre Selbstzensur in China rechtfertigen müssen. Abgeordnete des US-Parlamentes haben den vier Internetfirmen vorgeworfen, beim Mitmachen der Zensur in China Profitgier vor die Ethik gestellt zu haben. Chinas lukrativer und schnell wachsender Markt mit heute schon 110 Millionen Internetnutzer habe US-Firmen dazu verführt, ethische Gedanken beiseite zu lassen.
Die US-Internet-Provider verteidigten ihr Vorgehen damit, dass ein beschränkter Internetzugang zwar nicht ideal sei, aber immer noch ein grosser Nutzen für einen grossen Teil von Chinas Bevölkerung. Den letztlich hätten US-Firmen in China nur eine Wahl, dem chinesischen Gesetz zu gehorchen oder zu gehen.
In den vergangenen Monaten hatten die Internetfirmen mehrmals die erste Entscheidung gefällt: Yahoo lieferte die Identität von Dissidenten und kritischen Journalisten an Chinas Behörden, Microsoft löschte den Blog eines Regimekritikers und Google erlaubt mit google.cn die Zensur von Suchergebnissen und Nachrichten.
Die vier Firmen forderten die US-Regierung auf, sich vermehrt gegen Zensur im Ausland einzusetzen. Die Abgeordneten des Parlamentes suchen allerdings den umgekehrten Weg: Die Fraktion der Republikaner bereitet ein Gesetz vor, das Geschäfte von Internetunternehmen in Ländern, die die Meinungsfreiheit nicht achten, regeln soll.