Zurich Financial Services plant Outsourcing der Rechenzentren

Uhr | Aktualisiert
von judith.arnold@netzwoche.ch
Der Versicherungskonzern Zurich Financial Services (ZFS) prüft laut NZZ am Sonntag die Auslagerung der Rechenzentren in Schlieren und Los Angeles. Während Zurich mit jährlichen Einsparungen von 40 bis 100 Millionen Dollar rechnet, wären hunderte Mitarbeiter vom Outsourcing betroffen. Heute hat ZFS über 60'000 Mitarbeiter und ist in über 170 Ländern präsent. Allein 3700 Mitarbeiter sind im IT-Sektor tätig. Aufgrund der globalen Struktur, ist auch die technische Infrastruktur komplex: Derzeit seien innerhalb von ZFS Hunderte von IT-Plattformen und Systeme in Betrieb bei einem Gesamtbudget von 1,8 Milliarden Dollar, schreibt das Blatt. Hinzu komme eine ungleiche Auslastung: Das Rechenzentrum in Los Angeles sei technisch veraltet und voll, während jenes in Schlieren freie Kapazitäten habe. Für November soll nun die offizielle Ausschreibung an potenzielle Partner geplant sein. Als aussichtsreichste Partnerin für die Outsourcing-Pläne wird die amerikanische CSC genannt. Diese hat bereits im Jahr 2004 für 1,3 Milliarden Dollar eine umfangreiche Restrukturierungsaufgabe für ZFS übergenommen und sich erfolgreich um die Entwicklung und den Unterhalt der ZFS-Computeranwendungen gekümmert. Für den Outsourcing-Auftrag ebenfalls in Frage kämen IBM und die indische Wipro. ZFS selbst will sich noch nicht konkret zu den Outsourcing-Plänen äussern, zumal es zum täglichen Geschäft gehöre, Auslagerungen zu prüfen.