Siemens prüft Verkäufe
Siemens hat den Verkauf seiner Sparte für Datenbanken und Informationstechnologie ins Auge gefasst. Mit der Veräusserung könnte der Elektronikkonzern seine Sparziele mit einem Schlag erreichen.
Siemens spielt mit dem Gedanken, sein Geschäft mit Krankenhaus-IT aufzugeben. Die Sparte entwickelt unter anderem klinische Informationssysteme und Lösungen für das Archiv- und Dokumentenmanagement in Krankenhäusern. Sie wird mit 1 Milliarde Euro bewertet.
Wie Bloomberg unter Berufung auf Industriekreise berichtet, hat der Elektrokonzern aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Siemens wollte sich zu den Berichten nicht äussern. Das Unternehmen gab bereits Anfang Mai bekannt, das Medizintechnik-Geschäft aus dem Konzern herauslösen zu wollen, um operativ unabhängiger zu agieren. Dies sei aber nicht als Vorbote eines Verkaufs zu verstehen, sagte Konzernchef Joe Kaeser.
Siemens will im Rahmen eines Sanierungskurses über eine Milliarde Euro einsparen und die Betriebsorganisation verschlanken. Der Schwerpunkt soll auf dem Energie- und Industriegeschäft liegen. Laut Analysten bleibt dabei wenig Platz für die Gesundheitssparte, die vergangenes Jahr die profitabelste der neu vier statt neun Geschäftsbereiche war. Laut Bloomberg könnte auch die Mikrobiologie-Sparte veräussert werden.
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