China blockiert Suchmaschinenabfrage
Die chinesische Regierung verhindert Suchabfragen zu den Unruhen in Zengcheng. Der Aufstand entflammte letzte Woche als eine schwangere Markthändlerin von Sicherheitskräften verletzt wurde.
China blockiert Suchmaschinenabfragen zum Volksaufstand in Zengcheng, einer Unterprovinzstadt Guangzhous. Laut IDG News werden auf Google-Abfragen in China keine Ergebnisse angegeben und die Verbindung zum Server zurückgesetzt.
Verschiedene populäre chinesische Mikroblogs wurden gesperrt, auch der des Betreibers Sina und Tencent. Die Bewohner Zengchengs haben Angst vor der Polizeigewalt. Der Nachrichtenagentur Associated Press gegenüber erklärt ein Wanderarbeiter, dass die Menschen aufgefordert wurden, keine Bilder auf das Netz hochzuladen, und nicht mehr hinaus zugehen. Von den 800'000 Bewohnern Zengchengs sind viele Wanderarbeiter – der Grossteil aus der Provinz Sichuan.
Im Vorort Dadun inn Xintang wurde die schwangere Markthändlerin Wang Lianmei von chinesischen Sicherheitsbeamten verletzt. Ihr Mann wurde gar getötet. Der Grund dafür war, dass sie auf ihrem Verkaufsstand ohne Genehmigung Waren angeboten hatte. Nachdem dies bekannt wurde, kam es zu spontanen Aufständen mit mehreren Tausend Menschen. Es wurden bewaffnete Soldaten, gepanzerte Fahrzeuge und Tränengas gegen die Demonstranten eingesetzt.
Gemäss dem Wall Street Journal haben Regierungsvertreter eine Untersuchung des Vorfalls um die Markthändlerin angekündigt. 1200 Geschäftsleute in der Region wurden zu einem Treffen geladen, da sie ihre Arbeiter von der Teilnahme an Protesten abhalten sollen.
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