Preisverfall bei Videokonferenz- und Telepräsenz-Ausrüstung
Der Umsatz bei Videokonferenz- und Telepräsenz-Ausrüstung legte im zweiten Quartal leicht zu. Im Jahresvergleich dominieren aber die Minuszeichen. Analysten sehen ausserdem einen Preisverfall durch technische Neuerungen.
Der Markt für Videokonferenz- und Telepräsenz-Ausrüstung im Businessbereich ist unter Druck geraten. Wie das Marktforschungsunternehmen IDC berichtet, stieg der Umsatz im zweiten Quartal mit 1,8 Prozent zwar leicht an, im Jahresvergleich ergab sich aber ein Minus von 9 Prozent. Dabei stieg die Anzahl der verkauften Einheiten im zweiten Quartal um 7,2 Prozent an. Im Jahresvergleich wurden 5,5 Prozent mehr Geräte abgesetzt. Damit zeigen sich die Indikatoren für einen Preisverfall.
In der EMEA-Region sahen die Analysten einen Quartalsrückgang von 5,4 Prozent und 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für den Rückgang machen die Analysten die gestiegene Nachfrage nach Systemen im Billigpreissegment sowie Software- und Cloud-Lösungen verantwortlich. Darunter hat die Nachfrage nach Hardware-Ausrüstung gelitten. Die meisten Anbieter hätten aber bereits auf diesen Trend reagiert und würden jetzt neben ihren Low-Cost-Produkten auch cloud-basierte Angebote vertreiben.
Cisco verliert an Boden
Cisco bleibt mit einem Anteil von 38,4 Prozent Marktführer. Das Unternehmen verlor aber an Boden. Im zweiten Quartal ging der Umatz um 2,4 Prozent zurück und im Jahresvergleich beträgt das Minus sogar 15,2 Prozent.
Im Gegenzug konnte Polycom leicht aufholen. Das Unternehmen kommt neu auf 30,3 Prozent Weltmarktanteil. Im Jahresvergleich beträgt das Minus 6,2 Prozent, es fällt aber weniger deutlich aus als bei Cisco. Zulegen konnte hingegen der chinesische Anbieter Huawei als Nummer 3 im Markt (9,1 Prozent). Das Unternehmen erzielte einen Quartalzuwachs von 18,6 Prozent und ein Plus von 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
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