Bundesrat sieht Schweizer Halbleiterbranche gut positioniert
Der Bundesrat hat einen Bericht zur schweizerischen Halbleiterstrategie verabschiedet. Demnach steht die lokale Chip-Industrie gut da, weil sie von günstigen Rahmenbedingungen profitiert. Der Bundesrat nennt auch Herausforderungen und weitere Massnahmen zur Stärkung der Branche.
Der Bundesrat hat seine Einschätzung zur Position der Schweiz im globalen Halbleitermarkt bekannt gegeben. Am 28. Januar verabschiedete er den Bericht "Eine schweizerische Halbleiterstrategie (Swiss Chip Strategy)". Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung sei der Halbleitersektor zu einem international wichtigen Wirtschaftszweig geworden.
Rahmenbedingungen
Gemäss dem Bericht profitiert die Schweizer Halbleiterbranche von günstigen Rahmenbedingungen, wie der Bundesrat mitteilt. Zu diesen zählen etwa:
- ein stabiles politisches Umfeld,
- ein breiter Zugang zu den Weltmärkten
- und international wettbewerbsfähige Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
Die Schweiz habe keine problematischen direkten Abhängigkeiten von einzelnen Ländern. Der Bericht führt dies auf Massnahmen von Schweizer Unternehmen zur Diversifizierung ihrer Wertschöpfungsketten zurück.
Ferner sei die Schweiz wettbewerbsfähig "bei gewissen Technologien, Produkten und Komponenten für die Halbleiterfertigung sowie im Chipdesign und der Entwicklung von Halbleitern für spezifische Anwendungen". Sie sei sogar dominant auf dem Weltmarkt, wenn es etwa um Vakuumlösungen gehe.
Herausforderungen
Der Bericht identifiziert auch Herausforderungen für die hiesige Halbleiterindustrie. Und zwar:
- die hohen Produktionskosten,
- die geopolitischen Unsicherheiten
- und der Mangel an Fachkräften.
Das kleine, rohstoffarme Land mit hohen Löhnen könne im Bereich der Massenproduktion nicht mit grossen Staaten mithalten.
Massnahmen
Teil des Berichts sind auch Massnahmen, wie die Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Halbleitersektors zusätzlich verbessert werden könnte: etwa durch eine Stärkung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der öffentlich-privaten Partnerschaften.
Ebenfalls wichtig bleiben der einfache Zugang zu internationalen Märkten sowie die regulatorische Entlastung, wie es in der Mitteilung heisst. Und schliesslich bleibt die Forschung (beispielsweise über die Teilnahme an den EU-Rahmenprogrammen und die SwissChips-Initiative) ein "weiterer zentraler Pfeiler für die Wettbewerbsfähigkeit".
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