M2M-Lösung

"Die App übermittelt den Füllstand der Biertanks"

Uhr | Aktualisiert
von David Klier

Manfred Weiss, Services Director bei Feldschlösschen Getränke, spricht über vernetzte Biertanks und welche Bedeutung die Vernetzung für Kunden und Personal hat.

Feldschlösschen Getränke setzt bei über 350 Grosskunden in der Schweiz auf eine umfassende M2M-Lösung von Swisscom. Sensoren messen den Füllstand, die Temperatur sowie den Druck in den Biertanks beim Kunden vor Ort. Mittels M2M-Technologie werden die Daten regelmässig mit "myBeer", einer speziell für Feldschlösschen entwickelten Applikation, synchronisiert. Der Restaurateur hat damit auf seinem Tablet oder Smartphone einen Überblick über seine Anlagen. Auch der aktuelle Füllstand ist in Echtzeit abrufbar. Dank der M2M-Lösung erkennt der Tank selbst, wenn das Bier knapp wird und löst unmittelbar und automatisch eine neue Bestellung aus.

Herr Weiss, in der Industrie der Zukunft steuert sich das Produkt eigenständig durch die Produktion. Wie eigenständig ist Ihre Produktion schon?

Die Produktion des Unternehmens Feldschlösschen ist zu einem Teil automatisiert. Dies ist vor allem in der Abfüllung und in der Logistik der Fall. Trotz aller Automatisierung braucht es aber immer noch den Menschen mit seinem individuellen Know-how, seiner Braukompetenz und seinen Fähigkeiten, um qualitativ hochwertige Produkte herzustellen.

Welche Systeme kommen bei Ihnen zum Einsatz und wo genau?

Mittels M2M. Damit können wir den Tankinhalt, die Temperatur und den Druck des Bieres auf einem Cockpit überwachen. Wir können nicht nur die Bierqualität bestimmen, sondern haben mit den Volumen alle Daten für eine zeitgerechtere und umweltfreundlichere Belieferung zur Hand.

Wie gehen sie mit den Daten um, die durch die Vernetzung entstehen?

Wir nutzen die Daten ausschliesslich für die Bestimmung der Qualität des Bieres sowie für die optimale Belieferungsplanung. Die Daten werden auf den Cloud-Servern der Swisscom in der Schweiz gemäss den geltenden Sicherheitsbestimmungen gespeichert.

Welche Bedeutung hat die Vernetzung für Ihr Personal/Kunden/Lieferanten?

MyBeer macht die einfache Visualisierung der Daten sowohl für unsere Kunden als auch für uns selbst möglich. Früher mussten die Biertanks bei unseren Grosskunden täglich kontrolliert werden. Dies war zeitaufwendig und setzte spezifisches Know-how voraus. Ausserdem liess sich der Füllstand im Tank nicht präzise bestimmen. Die M2M-Lösung vereinfacht nicht nur den Alltag unserer Kunden, sondern trägt auch zur Effizienzsteigerung und zur Kostenoptimierung bei uns bei. Fehlerhafte Bestellerfassungen werden vermieden. Zudem konnten wir die Transporttouren optimieren und sicherstellen, dass jederzeit frisches Bier bei unseren Kunden ist. Feldschlösschen spart dadurch mehrere tausend Transport-Kilometer jährlich und reduziert den CO2-Ausstoss durch weniger Leerfahrten.

Welche Vorteile bietet das Internet der Dinge für die produzierende Industrie?

Das Internet der Dinge ist der Enabler für automatisierte Prozesse. In unserem Fall konnten komplexe Prozesse optimiert, Ressourcen effizienter genutzt und Kosten gesenkt werden.

Haben Sie für die Umsetzung dieses Projekts auch andere Partner evaluiert? Weshalb haben Sie sich für Swisscom entschieden?

Wir haben keine anderen Partner evaluiert, da wir hier etwas von Grund auf Neues entwickeln wollten. Swisscom haben wir als Partner bereits gekannt und zusammen schon mehrere Projekte entwickelt und erfolgreich eingeführt. Dazu konnten wir vom Partnernetzwerk vom Swisscom M2M Centre of Competence profitieren. Die Applikation myBeer hat Swisscom zusammen mit M2M-Partner Swiss1Mobile kreiert. Dieser wurde dafür am internationalen IoT/M2M Innovation World Cup in der Kategorie „Mobility“ ausgezeichnet – ein schöner Erfolg für unser Projekt.

Was würden Sie beim nächsten Mal anders machen?

Nichts, das Projekt ist in unseren Augen optimal verlaufen.

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