17. März 2015 in Rüschlikon

St.Galler Internettag: "Ideenschmiede Internet"

Uhr | Aktualisiert
von Christoph Grau

Am 17. März findet der St.Galler Internettag im Gottlieb Duttweiler Institut statt. Die Veranstaltung trägt den Titel: "Ideenschmiede Internet: Wie das Internet Innovationen fördert". Die Veranstalter sprachen mit der Redaktion über die Inhalte.

Der St. Galler Internettag 2015 findet am 17. März unter dem Titel: "Ideenschmiede Internet: Wie das Internet Innovationen fördert" statt. Zu der ganztägigen Veranstaltung lädt die Universität St. Gallen in das Gottlieb Duttweiler Institut nach Rüschlikon (ZH) ein.

An der Veranstaltung sollen die Teilnehmer "eine Bestandsaufnahme der zentralen Trends im E-Commerce und Cross-Channel-Handel" erhalten, schreiben die Veranstalter auf ihrer Website. Ausserdem soll aufgezeigt werden, wie mit dem Internet Innovationen entwickelt werden können. Zusätzlich versprechen die Veranstalter Impulse für Marketing, Vertrieb, Logistik und noch weitere Unternehmensbereiche.

Prominente Referenten aus der Schweiz

Prof. Dr. Thomas Rudolph, Direktor des Forschungszentrums für Handelsmanagement,  wird eine Langzeitstudie über die Internetnutzung in der Schweiz präsentieren.

Die Organisatoren kündigen zudem zahlreiche namhafte Referenten an. Unter anderem werden Christian Kurz, Geschäftsführer von Ricardo.ch, Patrick Warnking, Geschäftsführer von Google Schweiz, Markus Eberhard, Leiter Cross-­Channel Management bei Swisscom, Philipp Schnell, Leiter E-Commerce bei Globus, oder auch Wolfgang Kirsch, Geschäftsführer von Media Saturn, über die neuesten Trends im E-Commerce sprechen.

"E-Commerce ist eine riesige Chance für stationäre Händler"

Gegenüber der Redaktion äusserten sich Prof. Dr. Thomas Rudolph, Direktor des Forschungszentrums für Handelsmanagement, Universität St. Gallen, und Dr. Oliver Emrich, Assistenz­professor für E-Commerce und Distributionsmangement, Uni­versität St. Gallen, zu den Inhalten des Events.

An welches Zielpublikum richtet sich der St. Galler Internettag?

Rudolph: Der St. Galler Internettag richtet sich an Entscheidungsträger aus Handels-, Dienstleistungs- und Herstellerunternehmen, die den Überblick über wichtige Trends im Konsumentenverhalten behalten müssen. Durch das Internet und mobile Anwendungen verändern sich die Bedürfnisse und Verhaltensweisen der Konsumenten beim Einkaufen und bei der Internetnutzung rasant. Mit dem Thema: "Ideenschmiede Internet – Wie das Internet Innovationen fördert" wird der St. Galler Internettag beleuchten, wie sich Unternehmen in diesem Wandel immer wieder neu erfinden und durch Innovationen weiter wachsen können.

Warum steckt im Internet der Dinge viel Potenzial für den ­Handel?

Rudolph: Die Vernetzung von Geräten mit Internetzugang eröffnet neue Geschäftsmodelle, weil latente Konsumbedürfnisse ganzheitlicher gelöst werden können. Denken Sie zum Beispiel an den Kühlschrank, der automatisch Lebensmittel nachbestellt und gleichzeitig Rezepte über das iPad vorschlägt, die Geschmacksvorlieben aus den Kaufgewohnheiten berücksichtigt und sich dabei an den im Kühlschrank vorhandenen Lebensmitteln ausrichtet. Der klassische Abholmarkt wird damit zum Problemlöser für geschmackvolles Essen. Auch wird der E-Commerce in Zukunft vor allem durch die Kombination mit anderen Kommunikations- und Vertriebskanälen wachsen. Dies bedeutet eine riesige Chance für stationäre Händler, weil sie die Möglichkeit haben, beide Welten geschickt miteinander zu verbinden.

Welchen konkreten Nutzen versprechen Sie den Teilnehmern?

Emrich: Wir haben uns sehr lange mit der Frage beschäftigt, wo die wirklich schlagkräftigen Innovationen entstehen. Die Teilnehmer werden anhand vieler Beispiele konkret erfahren, welche neuen Ansätze im E-Commerce und Cross-Channel-Handel wichtiger werden. Der St. Galler Internettag wird einen Ausblick auf die zentralen Trends der nächsten Jahre aus erster Hand geben.

Welche Trends untersucht Ihre Langzeitstudie "Der Schweizer Onlinehandel 2015"?

Emrich: Wir untersuchen die Veränderungen in der Internetnutzung seit 1999. Mit der Studie können wir zum Beispiel den Wandel der Bedürfnisse, Kaufbarrieren und die Onlineentwicklung generell erklären. Ausserdem gibt die Studie einen Überblick über die beliebtesten Anbieter und die Entwicklung von Trends, wie die mobile Nutzung. Für Unternehmen ist die Studie ein Nachschlagewerk für den Onlinehandel in der Schweiz.

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