KI-Agenten mit der Lizenz zum Bezahlen
Künstliche Intelligenz geht auf Einkaufstour, durchforstet Onlineshops, vergleicht Preise und trifft Kaufentscheidungen – ganz ohne menschliches Zutun. Klingt nach Science-Fiction, entspricht aber schon bald der Realität. Noch in diesem Jahr sollen User in der Lage sein, die Kontrolle über ihre Kreditkarte an eine KI zu delegieren, um etwa wiederkehrende Einkäufe automatisch erledigen zu lassen.
Die Kreditkartenherausgeber Mastercard und Visa stellten bereits die Weichen dafür. Sie vereinbarten Partnerschaften mit KI-Anbietern wie OpenAI, um dafür zu sorgen, dass KI-gestützte Einkäufe nicht nur personalisiert, sondern auch sicher und zuverlässig sind, wie Santosh Ritter, Country Manager Schweiz und Liechtenstein von Visa, in seinem Fachbeitrag schreibt. Ritter geht darauf ein, wie das alles in technologischer Hinsicht funktionieren soll – und was die Konsumentinnen und Konsumenten erwarten können, wenn etwas schiefgeht.
Die Einführung von KI-Agenten könnte allerdings weitreichende Folgen für das individuelle Zahlungsverhalten sowie für den Zahlungsverkehr insgesamt haben, wie Tobias Trütsch, Head of Swiss Payment Behaviour Lab der Universität St. Gallen, argumentiert. In seinem Fachbeitrag erklärt der Zahlungsökonom denn auch en passant, warum ausgerechnet die Kreditkartenherausgeber ein grosses Interesse an KI-Agenten zeigen – und vor allem: wie Konsumentinnen und Konsumenten von solchen Agenten profitieren können. Denn der Zahlungsverkehr werde durch KI-Agenten nicht nur effizienter, sondern auch intelligenter, schreibt Trütsch.
Was das Aufkommen von KI-Agenten für den Schweizer Onlinehandel bedeutet, und inwiefern das sogenannte Agentic Web klassische E-Commerce-Plattformen überflüssig machen könnte, erläutert der Handelsexperte Malte Polzin im Interview. Hiesige Onlinehändler sollten KI-Agenten in erster Linie als Chance betrachten, sagt Polzin und ergänzt: KI-Agenten könnten den E-Commerce-Anbietern einen neuen, womöglich sogar preiswerten Zugang zur Kundschaft verschaffen. Inwiefern die Einführung von Shopping-Agenten auch neue Geschäftsmodelle und Vertriebsformen im Onlinehandel hervorbringen kann und wie sich Händler auf Agentic Shopping vorbereiten sollten, führt Polzin aus.
Obwalden und Nidwalden führen Online-Polizeiposten ein
CES 2026: Micro-RGB-Displays erleben ihren Hype
Amt für Informatik des Kantons Zürich erhält neue Leiterin Business Solutions
Fortinet warnt vor neuen Angriffen auf alte Sicherheitslücke
Wyden verändert Geschäftsführung
CES 2026: LG präsentiert Haushaltsroboter
Cybervorfälle nehmen 2025 nur leicht zu - aber das ist kein Grund zur Entwarnung
Gute Daten fallen nicht vom Himmel
Edtech-Firma Taskbase übernimmt Start-up Micromate