Palastrevolte bei Symantec
Eigentlich sei man gut aufgestellt, glaubt Symantecs Management. Dennoch seien die Geschäfte schleppend gelaufen. Das sorgte für Missmut im Aufsichtsrat der sich jetzt an Geschäftsführer Enrique Salem entlud: Er wurde nach 19 Jahren Tätigkeit gefeuert. Für ihn übernimmt jetzt Steve Bennett, der vor gut zwei Jahren ins Unternehmen kam.
Symantec hat heue bekannt gegeben, dass Enrique Salem mit sofortiger Wirkung seinen Posten als Geschäftsführer räumen werde. Salem arbeitete 19 Jahre für den Sicherheitsspezialisten und bestimmte während der vergangenen drei Jahre als CEO die Richtung des Unternehmens. Als Unternehmenskapitän vermochte er jedoch nicht zu überzeugen.
"Wir sind leistungsschwach!"
Deshalb übernimmt für ihn bis auf weiteres Aufsichtsratschef Steve Bennett. Dieser bescheinigt Salem in einem Communiqué Symantec während der vergangenen drei Jahre vorangebracht zu haben, um im gleichen Satz darauf hinzuweisen, dass es im besten Interesse Symantecs sei, nun einen Wechsel in der Geschäftsführung vorzunehmen. "Meiner Meinung nach ist Symantecs Leistungsvermögen stark. Dennoch bleiben wir leistungsschwach", begründete Bennet die Entscheidung gegen Salem.
General-Electric-Veteran
Bennet trat im Februar 2010 Symantecs Aufsichtsrat bei und wurde im darauffolgenden Jahr dessen Vorsitzender. Nach zweieinhalb Jahren bei Symantec übernimmt er nun das Ruder beim nach eigenen Angaben drittgrössten Software-Hersteller der Welt. Im Jahr 2000 wechselte Bennett nach 23-jähriger Tätigkeit von General Electric zur Firma Intuit, dessen Geschäfte er bis 2007 leitete. Neben Symantec sitzt Bennett auch im Aufsichtsrat von American Airlines und AMR.
Symantecs Aufsichtsrat nahm die Gelegenheit war und organisierte sich neu. Er setzt sich künftig folgendermassen zusammen:
- Audit-Gremium: V. Paul Unruh, Frank Dangeard, Stephen Gillett und Robert Miller
- Lohnausschuss: Michael Brown, Geraldine Laybourne, David Mahoney und Dan Schulman
- Nominierungs- und Governance-Gremium: David Mahoney, Michael Brown, Frank Dangeard, Robert Miller und Dan Schulman
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