Herausforderungen im Markt für Projektservices
Im Zuge der Aufhebung des Euro-Mindestkurses ist ein Grossteil der Segmente des ICT-Marktes unter Druck geraten. Die Planungsunsicherheit hat in vielen Anwenderfirmen dazu geführt, die Projektplanung im ICT-Bereich zu überdenken und die Prioritäten allenfalls neu setzen.
Die gute Nachricht: Der Projektmarkt und die Ausgaben für diesbezügliche Services wird auf der Basis unserer aktuellen Prognose mit Blick auf die prozentualen Wachstumsraten weiterhin ein Pluszeichen aufweisen. Allerdings ist diese nicht mehr vergleichbar mit dem Zuwachs im letzten Jahr. 2014 legten die Spendings der Schweizer Anwender für die projektbezogenen Dienstleistungen (individuelle Softwareentwicklung, Beratung, Schulung, Implementierung & Systemintegration) um 2,2 Prozent oder knapp 70 Millionen Franken zu. Dies entsprach 2014 etwas mehr als einem Drittel der Gesamtausgaben für ICT-Dienstleistungen.
Für 2015 erwarten wir zwar einen Rückgang der prozentualen Rate, der Markt wird sich mit 0,6 Prozent im Plus aber weiterhin im positiven Bereich halten. Einerseits wird die zu erwartende, eher zögerliche Umsetzung von geplanten Vorhaben das Wachstum eingrenzen, andererseits sorgt der ungebrochene Trend zu cloudbasierten ICT-Umgebungen für eine steigende Nachfrage nach entsprechenden Integrations-, Implementierungsservices sowie Consulting-Leistungen. Der Anteil der Services für "wolkige" Projekte wird 2015 18,9 Prozent auf sich verbuchen, dies entspricht einer Steigerung gegenüber 2014 von 4 Prozent. Dieser Anteil wird weiter markant zulegen, bereits 2016 wird mehr als jeder fünfte Franken aus den Projektbudgets in die Taschen von Cloud-Integratoren fliessen.
Auf die weitere Marktentwicklung für Projektdienstleistungen haben folgende Faktoren wesentlichen Einfluss:
- Der Wirtschaftsfaktor: Die Auswirkungen des starken Frankens, die weitere Entwicklung der Währungen und die Anpassungsfähigkeit und Reaktionen der Unternehmen auf den Kosten- und Margendruck.
- Der Paradigmenwechsel: die zunehmende Verlagerung des ICT-Betriebs im eigenen Hause hin zu externen Anbietern und Providern wird dazu führen, dass immer weniger Mittel in die bestehende Infrastruktur und deren Nach- und Aufrüstung fliessen, dafür mehr Gelder für innovative Lösungen, neue Betriebsformen und deren Sicherheit aufgewendet werden.
- Neue Wachstumsmärkte: Themen wie die steigende Mobilität, Big Data oder auch Industrie 4.0 werden viel neues Potenzial schaffen. Hier sind die Karten noch nicht verteilt, die künftigen Wachstumsmärkte beginnen sich erst zu materialisieren. Die Projektdienstleister sind gefordert, sich in Position zu bringen.
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