Webtrends von Stephan Handschin
In der aktuellen Blitzumfrage erklärt Stephan Handschin, CEO/Partner, Unic, welche Webtrends er erkennt, was die Kunden wollen und wie er die Zukunft der Schweizer Webszene sieht.
Welche Trends sehen Sie bei Webprojekten?
Stephan Handschin: In den letzten Jahren haben sich die Front-End-Technologien massiv weiterentwickelt. Die Anforderungen im Front-End werden weiterhin zunehmen, was die Komplexität erhöhen, aber gleichzeitig die Usability über alle Kanäle und Devices verbessern wird. Das Thema "Content" wird erstaunlicherweise noch immer recht stiefmütterlich behandelt. Häufig wird der Content-Strategie sowie dem webgerechten Aufbereiten von Inhalten wenig Gewicht beigemessen, beziehungsweise wenig Budget hierfür alloziert. Da Themen wie SEO, Conversion-Optimierung zum einen bei vielen Projekten im Zentrum stehen und gleichzeitig stark vom Content abhängig sind, ist es nur eine Frage der Zeit, dass dieser noch stärker ins Zentrum rückt.
Wie haben sich die Anforderungen und Erwartungen Ihrer Kunden im Zusammenhang mit Webprojekten in den letzten Jahren verändert?
Die Seniorität auf Kundenseite hat in den letzten Jahren stark zugenommen. E-Business-Projekte sind kein Randthema innerhalb eines Unternehmens mehr, sondern haben immer mehr strategischen Charakter und sind entsprechend auf höchster Ebene angesiedelt. Gleichzeitig mit der erhöhten Aufmerksamkeit und dem direkten Business Impact steigt auch der Druck auf die Projektteams und die Dienstleister.
Wie wirkt sich der Mobile-Trend auf Ihr Business aus?
Mobile-Umsetzungen beziehungsweise Responsive Design sind innerhalb kürzester Zeit zur Commodity geworden. Eine Umsetzung von Webprojekten ohne die Berücksichtigung von mobilen Endgeräten ist heute nicht mehr möglich. Unser Device Lab bietet eine hervorragende Unterstützung, die Lösungen auf unzähligen Geräten simultan zu testen.
Wie sehen Sie die Zukunft der Schweizer Webszene?
Neben den etablierten Playern haben sich in den letzten Jahren agile kleine Firmen ins Rampenlicht gestellt. Diese "jungen Wilden" stehen jedoch vor der Herausforderung, ihre Agilität und Innovationskraft mit dem zusätzlichen Wachstum nicht zu verlieren. Spannend wird weiterhin die Entwicklung der klassischen Werbeagenturen sein. Ein generelles erfolgreiches Modell hat sich hier noch nicht herauskristallisiert. Die grossen, globalen IT-Dienstleister sind trotz Partnerschaften mit E-Business-Software-Herstellern wie Hybris oder Adobe noch nicht stärker in Erscheinung getreten. Entgegen aller Hypothesen rechne ich nicht damit, dass sich dies in den nächsten Jahren gross ändern wird.
Update: Ransomware-Erpresser kassiert über 12 Jahre Gefängnis
Gianluca Picardo und die Parmesan-Posse
Der Schwarzmarkt für KI-Zugänge floriert
Axelion eröffnet neuen Standort in Chur
Kanton Graubünden bringt Justitia 4.0 dem Ziel näher
Wie sich Vertrauen in KI-Systeme aufbauen und überprüfen lässt
KI-Transformation fordert Schweizer Onlinehändler heraus
CSEM kündigt Führungswechsel im Medtech-Bereich an
Salt meldet möglichen Sicherheitsvorfall