Beyond ICT

"Ich möchte die Computergeschichte als Vorlesung an Hochschulen etablieren"

Uhr | Aktualisiert
von George Sarpong

In Beyond ICT präsentieren sich Exoponenten der Schweizer ICT-Branche von Ihrer persönlichen Seite. Branchenexperte Robert Weiss erzählt von den Highlights seiner Karriere und welche Pläne er noch verfolgt.

Robert Weiss (Quelle: Netzmedien)
Robert Weiss (Quelle: Netzmedien)

Worüber haben Sie kürzlich herzlich gelacht oder sich kürzlich geärgert?

Ich lache gerne im Kreise meiner Freunde, denn normalerweise bin ich ein fröhlicher und spontaner Mensch. Ich ärgere mich meist über Kleinigkeiten wie unvollkommene Software oder über Konsumentenverdummung mit unsinnigen Online-Angeboten.

Wie würden befreundete Branchenkenner Sie beschreiben?

Viel gehen sicher davon aus, dass ich ein reicher Mann mit grossem Netzwerk und Bekanntheitsgrad sei. Aber reich bin ich überhaupt nicht, da ich mein Geld in meine Computersammlung gesteckt habe, anstatt es auf die hohe Kante zu legen. Hardware, wenn auch noch so alt, kann man leider nicht essen. Und so arbeite ich einfach durch.

Was würde der zehnjährige Robert Weiss zu seinem heutigen Ich sagen?

Es sind drei Dinge die ich in meinem Leben anderst gestalten würde: Ich würde ein Musikinstrument erlernen, denn gemeinsames Musizieren und Singen ist weit mehr als Mensch- oder völkerverbindend. Ich würde ein zweites Studium, etwa an der Standford University oder einen längeren Arbeitsaufenthalt im Ausland anstreben. In meiner Freizeit würde ich mehr Zeit für Fremdsprachen aufwenden.

Wenn Sie mit jemandem tauschen könnten, wer wäre das?

Als gestorbenes Vorbild wäre dies sicher Leonardo Da Vinci, da man in der Renaissance sehr viel bewegen konnte. Unter den noch lebenden Personen wäre dies Elon Musk wegen seinen visionären und spektakulären Projekte wie Tesla Motors oder SpaceX.

Gibt es ein Land, das Sie noch bereisen möchten?

Eigentlich sind es drei Länder: Australien wegen seiner unendlichen Weiten, Südafrika wegen der Wildparks und Weingebiete sowie Peru, um die Inka-Stadt Machu Picchu zu Besuchen.

Was essen Sie gerne?

Als figurbewusster Veganer bevorzuge ich den hausgemachter Wurstweggen und den Glarner Netzbraten, beides sehr kalorienarm. Dazu noch den passenden Wein und das Glück ist vollkommen.

Wer kocht bei Ihnen zuhause?

Meine Frau kocht normalerweise zu Hause und dazu noch ausgezeichnet. Hier und da darf ich auch in die Küche. Im Ferienhaus im Glarnerland darf ich dann aber meine Hobbykochkünste voll ausleben.

Welches Auto fahren Sie?

Mercedes E 320 T 4Matic, 2004

Welches Auto hätten Sie gerne?

Chevrolet Corvette Sting Ray Convertible 1959 - ein Bubentraum.

Was war das bisher schönste Erlebnis Ihrer Karriere?

Es sind vier Ereignisse: Mein Entschluss zur Selbstständigkeit 1980, die Lancierung meines ersten Buches "Mit dem Computer auf Du" 1986, meine erste eigene Fernsehsendung "Computeria" im Schweizer Fernsehen 1989 und das 25. Weissbuch 2014.

Welchen persönlichen Herausforderungen möchten Sie sich noch stellen?

Ich möchte ein Buch über die Computergeschichte in einer speziellen Form schreiben. Die Vorbereitungen hierzu laufen. Den Traum eines eigenen Computermuseum in kleiner Form habe ich noch nicht ganz ausgeträumt. Das Material, die Ideen und das Konzept sind da, es fehlt aber an der grossen Unterstützung aus der Branche. Ich möchte die Computergeschichte als Vorlesung an Hochschulen als eigenes Fach etablieren. Weiter fände ich es schön, vermehrt auch die breite Öffentlichkeit und Firmen auf spannende und eindrucksvolle Art über Vergangenheit und Zukunft mit Referaten und Seminaren informieren zu können.

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