Kaspersky findet Virus im eigenen System
Mehrere Monate lang ist ein Virus beim Sicherheitsspezialisten Kaspersky unentdeckt geblieben. Es handelt sich um einen Nachfolger von Duqu. Hinter dem Programm könnten die USA und Israel stecken.
Kaspersky hat einen Virus in seinem eigenen Netzwerken entdeckt. Auf einer Pressekonferenz informierte das Unternehmen am Mittwoch über den Vorfall. Das Schadprogramm blieb offenbar mehrere Monate lang unentdeckt. Est nach einer interen Sicherheitskontrolle wurden die Spezialisten von Kaspersky darauf aufmerksam.
Sehr ausgefeiltes Programm
Nach Kasperskys Analysen handelt es sich bei dem Programm um eine Cyberwaffe, die mit sehr viel Aufwand programmiert wurde. Daher würden keine einfachen Kriminellen hinter dem Programm stecken. In die Entwicklung sei viel Geld und Zeit geflossen. Beispielsweise hinterlasse es kaum Spuren.
Da das Programm sehr an das Schadprogramm "Duqu" erinnert, haben die Sicherheitsforscher das Programm "Duqu 2.0" getauft. Kaspersky verfolgte den Weg des Virus zurück und stellte dabei fest, dass es den Atomverhandlungen mit dem Iran folgte. So fanden die Forscher Spuren in Wien und Lausanne, schreibt der Spiegel. Das Magazin vermutet die USA oder Israel hinter dem Virus.
Wie Kaspersky weiter mitteilt, nutzte Duqu Schwachstellen in Windows-Rechnern. Durch sogenannte Zero Day Exploits konnte sich das Programm in Systemen einnisten. Kaspersky habe Microsoft bereits über die Lücken informiert.
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