Harte Zeiten für Back-up-Hersteller
Mehr ausgeliefert und doch weniger verdient: Die Zeiten im Geschäft mit Back-up-Appliances werden härter. Kunden interessieren sich zunehmend für Cloud-Lösungen.
Daten sind das neue Öl, lautet ein Credo der IT-Branche. Also werden Daten gespeichert, gelagert und, damit nichts passieren kann, auch ein Back-up von ihnen erstellt.
Back-up-Appliances sollten sich also verkaufen wie warme Weggli. Stattdessen harzt das Geschäft. Denn trotz 18-prozentigem Wachstum bei der verkauften Speicherkapazität auf 694 Petabyte sanken die Umsätze der Hersteller deutlich, wie IDC berichtet.
Weniger Einnahmen für Hersteller
Die Umsätze der Hersteller für Back-up-Appliances sind im zweiten Quartal dieses Jahres um 8 Prozent auf 726,1 Millionen US-Dollar geschrumpft. Die Geschäfte mit Mainframes legten im selben Zeitraum um 1,8 Prozent zu. Das reichte aber nicht, um den Einbruch um 9 Prozent bei den sogenannten offenen Systemen aufzufangen.
Der weltweite Markt für Back-up-Appliances verändere sich, begründet IDC-Analystin Liz Corner den Umsatzeinbruch. Das Interesse der Kunden verlagere sich von hardware-zentrischen Anwendungen hin zu Cloud-Lösungen sowie zu Back-up- und Deduplikationsprodukten, fügte Conner an. Die Wandlung der Lösungen zur Massenware und die Möglichkeit, Daten in die Cloud zu schicken, fordern von den Marktteilnehmern die Anpassung ihrer Produktsortimente.
EMC lässt nach
Am deutlichsten bekam Marktführer EMC die Veränderungen im Geschäft mit Back-up-Lösungen zu spüren. Zwar führt der Hersteller das Feld der Anbieter mit einem Anteil von 57,1 Prozent an. Doch der Umsatz brach gegenüber dem Vorjahr um rund 17 Prozent ein.
Genauso wie bei Symantec (inklusive Veritas), dessen Einnahmen vor Abzügen um 3,7 Prozent zurückgingen. Gut lief es hingegen für IBM, dessen Umsätze um 0,8 Prozent leicht zulegen konnten. Zu den Gewinnern zählen auch HP (+8,8 Prozent) und Barracuda (+67,6 Prozent).
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