Empfang

"Vergessen Sie, was Sie über die Cebit zu wissen glauben"

Uhr | Aktualisiert
von Marc Landis

Gestern hat in Luzern die Kick-off-Veranstaltung zur Cebit 2016 stattgefunden, an der die Schweiz bekanntlich als Partnerland auftreten wird. Vor Ort waren Politiker, Wirtschaftsvertreter und der deutsche Botschafter.

Gestern hat in Luzern die Kick-off-Veranstaltung zur Cebit 2016 stattgefunden, an der die Schweiz als Partnerland auftreten wird. Zum Abendempfang hatten die Deutsche Messe als Cebit-Veranstalterin gemeinsam mit ICTswitzerland eingeladen. Im Rahmen der Veranstaltung richteten der deutsche Botschafter in der Schweiz, Otto Lampe, der Luzerner Regierungsrat Marcel Schwerzmann, Deutsche-Messe-Vorstand Oliver Frese, ICTswitzerland-Präsident Ruedi Noser und BITKOM-Vizepräsident Ulrich Dietz Grussworte an die anwesenden Gäste.

Der deutsche Botschafter beschwor dabei die bilateralen Beziehungen zwischen der EU und der Schweiz, lobte die "einzigartige Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft", die hierzulande herrsche und natürlich freute er sich auch darüber, "die Schweiz als Partnerland gewonnen zu haben".

Cebit zur Schweizer ICT-Messe machen

Der frischgewählte Zürcher Ständerat und ICT-Switzerland-Präsident Ruedi Noser sagte in seinem Vortrag gestern Abend, dass er sich freue über seinen ersten Auftritt seit langem, an dem er keinen Wahlkampf mehr machen müsse. Auch zeigte er sich glücklich, dass es mit dem Projekt Cebit-Partnerland nun plötzlich so schnell geklappt hatte. "Eigentlich hatte ich es schon abgeschrieben", sagte Noser. Um so mehr gehe es nun darum, möglichst viele Schweizer Unternehmen und Fachbesucher an die Cebit zu bringen, so dass die Schweiz, die ja keine eigene ICT-Messe mehr habe, die Cebit zur ihrer ICT-Messe mache. "Vergessen Sie, was Sie über die Cebit wissen oder zu wissen glauben", rief er ins Publikum. Die heutige Cebit habe nichts mehr mit der Messe zu tun, wie man sie vielleicht noch von früher kenne.

Messe-Vorstand als Schweiz-Fan

Auch Deutsche-Messe-Vorstand Frese freute sich darüber, dass die Schweiz 2016 als Partnerland der Cebit auftrete. Ja, er outete sich geradezu als Schweiz-Fan. Allerdings sind das ja viele Deutsche. Hier habe er mit 15 Jahren sein erstes Käsefondue gegessen, in dem es für sein zartes Alter wohl etwas zu viel Kirsch drin gehabt habe. Zudem kenne er die Gegend in und um Luzern gut. Auf dem Rotsee, den Ruderer wie er auch den Göttersee nennen, habe er 1982 an den Ruderweltmeisterschaften mit der deutshen Nationalmannschaft teilgenommen und habe viele gute Erinnerungen aus der Zeit.

Vorbildliche Schweiz

Aus Sicht der Cebit schätzte Frese, dass die Schweiz geradezu vorbildlich an das Partnerland-Projekt herangegangen sei. Überdies habe die Schweiz bezüglich Digitalisierung, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit die Nase vorn. Hierzulande würden Unternehmen rund 1,6 Prozent ihres Umsatzes bereits in die Digitalisierung von Arbeitsprozessen investieren. Das sei Weltspitze.

Nun sind die Weichen also gestellt und die Schweiz tritt als Partnerland an der Cebit auf. Jetzt geht es nur noch darum, dieses Projekt in der breiten Bevölkerung bekannt zu machen. Und darum, die zur Verfügung stehende Ausstellfläche mit coolen Auftritten der Schweizer ICT-Wirtschaft zu bespielen.

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