"Die grosse Chance von E-Health liegt in der Vernetzung"
Vom 8. bis 11. März gehen in den Messehallen Bernexpo die Infosocietydays über die Bühne. Hans-Peter Christen, Geschäftsführer Swing Informatik, erzählt, was die Besucher erwartet und wo es im Gesundheitswesen gerade am meisten brennt.
Weshalb unterstützen Sie das Swiss E-Health Forum 2016?
Hans-Peter Christen: Die innerbetrieblichen Prozesse der Langzeitpflege sind heute – gerade im Bereich Spitex – weitgehend rationalisiert. Bei den überbetrieblichen Prozessen sind aber noch grosse Produktivitätsgewinne möglich. Für uns als Softwarehersteller gilt es, sich frühzeitig und laufend mit den dafür notwendigen Technologien und Systemen auseinanderzusetzen und diese aktiv mitzugestalten. Damit unsere Produkte mit den wichtigen Plattformen kompatibel sind und bleiben.
Welche Trends sehen Sie im Schweizer E-Health-Markt?
Die breite Masse verortet E-Health oftmals noch ausschliesslich im Consumer-Markt à la Fitbit. In der IT-Branche setzte sich aber die Erkenntnis durch, dass die grossen Chancen von E-Health vor allem in der Vernetzung liegen. Damit ist jedoch nicht nur der reine Transport gemeint. Es ist auch eine inhaltliche Standardisierung notwendig, um durchgehende Prozesse zu erreichen. Kurz: Es braucht auch eine inhaltliche Interoperabilität.
Mit welchen Entwicklungen im Gesundheitswesen sollten sich IT-Verantwortliche auseinandersetzen?
Die zunehmende Durchdringung der Langzeitpflege mit IT ermöglicht neue Formen der Softwareunterstützung bei der Sicherung der Pflegequalität. Ich denke etwa an intelligente Prozessleitung und zielgenaue Kommunikation. Der Pflegearbeitsplatz der Zukunft ist zudem mobil, was auch neuartige, effizientere Arbeitsweisen zulässt. Und ambulant und stationär lässt sich in Zukunft nicht mehr so strikt trennen, wie dies heute teilweise noch der Fall ist. Dies bedingt Anpassungen an der Software.
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