Seltsam, schräg, skurril

Merkwürdiges aus dem Web

Uhr | Aktualisiert
von George Sarpong

CE- und IT-Welt fördern immer wieder Erstaunliches und Kurioses zutage, das zum Schmunzeln anregt. Die seltsamsten Kurznews immer in der Rubrik «Curiosities». Gute Unterhaltung!

Wie in der guten alten Zeit

Die Atomstreitkräfte der USA scheinen in den 70er-Jahren steckengeblieben zu sein. Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass sie noch mit Computern aus dieser Zeit arbeiten. Diese benötigen übrigens 8-Zoll-Floppy-Disks – das sind die grossen wabbeligen Disketten, der ein oder andere erinnert sich vielleicht noch.

Diese werden für IBM Series/1 Computer verwendet, die unter anderem bei der Steuerung von Atomraketen und Atombomben zum Einsatz kommen. Die 16-Bit-Minicomputer wurden 1976 vorgestellt und deren Herstellung bereits 1988 von IBM eingestellt.

Wie der "Spiegel" schreibt, bemängelte der Rechnungshof nun die verhältnismässig hohen Kosten für diese IT-Systeme. Auch andere Abteilungen der US-Bundesverwaltung hätten ähnlich alte Systeme im Einsatz, wenn auch nicht in so sensiblen Bereichen. Zudem würden viele Behörden alte Programmiersprachen verwenden, für die es bald keine Experten mehr gebe.

Zumindest gelobten die Atomstreitkräfte Besserung. Bis Ende des Fiskaljahres 2017 sollen neue Speicherlösungen, portable und Desktop-Terminals angeschafft werden. Hoffentlich nicht auch wieder für die nächsten 40 Jahre.

Immer auf die Dicken

Dass Facebook sehr prüde ist, ist wohl schon lange kein Geheimnis mehr. Seit längerem geht das Portal gegen allzu viel Freizügigkeit in Beiträgen vor. Aber ein Bikini-Bild sollte doch wohl noch erlaubt sein – könnte man meinen.

Facebook ist da anderer Meinung. Das Portal untersagte eine Werbung mit dem Model Tess Holliday, in der die junge Dame mit einem Bikini bekleidet für eine Kampagne gegen Essstörungen wirbt. Die Dame ist aber kein Magermodel, sondern etwas runder gebaut, und sie fühlt sich damit merklich wohl.

Facebook war dies aber zu viel Haut. Das soziale Netzwerk berief sich auf die AGBs, in denen zu lesen ist, dass "Körperteile nicht in unanständiger Art ­präsentiert" werden dürfen. Nachdem die Macher der Werbung öffentlich protestiert hatten und ein Shitstorm auf Facebook zugerollt war, gab der Konzern aber klein bei.

Vorsicht beim Sofa-Sex!

Sex auf dem Sofa vor dem Fernseher ist nicht gefahrenlos, denn das TV-Gerät schaut unter Umständen zu. Wie bei Pressetext zu lesen ist, wurde der smarte Fernseher eines Pärchens in Grossbritannien gehackt.

Die Angreifer nahmen über die integrierte Webcam die anregenden Aktivitäten vor dem Fernseher auf und stellten das Video ins Internet. Dass dies publik wurde, war reiner Zufall, da Bekannte des Pärchens auf das ­Video stiessen. Vermutlich zu schwache Sicherheitseinstellungen des TV-Herstellers wurden dem Paar zum Verhängnis.

Daher raten Experten zu Vorsicht bei smarten Geräten, denn unter Umständen betreibt man Bettsport vor unerwünschtem Publikum.

Ein Stück Schoggi gefällig?

Vielmehr als ein Stück Süsses braucht es manchmal nicht, damit Personen ihre Passwörter freiwillig preisgeben. Dies ergab eine Studie der Universität Luxemburg. Bei einer Umfrage auf der Strasse sprachen die Forscher mit mehr als 1200 Personen, wie Golem schreibt.

Die Umfrageteilnehmer wurden zu ihrem Verhalten in Sachen Computersicherheit befragt. Dabei sollten sie auch ihr Passwort verraten. Eine Gruppe der Befragten bekam vor dem Gespräch ein Stück Schokolade angeboten, die andere Gruppe erst danach. Bei der ersten Gruppe verrieten 43,5 Prozent der Personen ihr Passwort.

Bei der zweiten Gruppe waren es hingegen gerade mal rund 30 Prozent. Die angebotene Schokolade liess die Teilnehmer also deutlich leichtsinniger werden. Daher sollte man sich auf den Rat der Mutter besinnen, keine Süssigkeiten von Fremden anzunehmen. Diese könnten es auf Passwörter abgesehen haben!

Auto, ich habe dich zum Fressen gern!

Das Freiburger Start-up Softcar hat den Cleantech-Showdown in seinem Heimatkanton gewonnen. Die Erfinder überzeugten mit einem Auto, das sie als "The cleanest car ever" vermarkten.

Die Tüftler entwickelten für dieses Automobil ein spezielles Autogehäuse. Es besteht aus Biopolymer-Material auf Rapsöl-Basis. Dadurch ist das Chassis nicht nur sehr leicht, sondern auch umweltfreundlich. Laut Pressemitteilung zum Event kann man es sogar essen.

Wie das Auto am Ende schmeckt, dazu gibt es noch keine Erfahrungsberichte. Vielleicht werden die Erfinder das Gefährt nicht nur in unterschiedlichen Farben, sondern auch in verschiedenen Geschmacksrichtungen anbieten.

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