Postfinance steigt bei Schweizer Fintech-Start-up ein
Das Schweizer Fintech-Unternehmen Tilbago hat einen namhaften Investor gefunden. Dabei gibt es Tilbago erst ein paar Monate. Das Unternehmen ist auf die Abwicklung von Betreibungen spezialisiert.
Postfinance ist beim Luzerner Fintech-Start-up Tilbago eingestiegen. Laut einer Mitteilung erwarb Postfinance eine Minderheitsbeteiligung. Genauere Angaben machten die Unternehmen nicht.
Tilbago entwickelt eine "Software für die Abwicklung von Betreibungsbegehren" unter dem gleichen Brand, heisst es weiter. Diese Lösung integrierte Postfinance in sein Debitorenmanagement-Tool namens "Postfinance Smart Business". Gläubiger sollen mit der Lösung Betreibungsbegehren automatisch auslösen können, um so Verwaltungskosten einzusparen.
Tilbago führe die Gläubiger dabei durch den Betreibungsprozess und stelle sicher, dass alle Fristen eingehalten werden. Zudem ermögliche die Lösung eine elektronische Kommunikation mit den Betreibungsämtern. Damit liesse sich die Zeit bis zur Zahlung oder der Ausstellung eines Verlustscheins verkürzen, verspricht Postfinance. Die Lösung eignet sich gemäss Postfinance für Organisationen, KMUs wie auch Grossunternehmen in allen Branchen.
Das Unternehmen Tilbago wurde laut Handelsregister im April dieses Jahres in Luzern gegründet. Ursprünglich trug es den Namen Digicollect. Als Zweck ist die "Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie, Inkasso, Adress- und Bonitätsprüfung", eingetragen. In einem Video erklärt das Unternehmen, wie die Lösung funktioniert.
Gemäss der Preistabelle auf seiner Website verrechnet Tilbago einen Grundpreis von 33,33 Franken je Betreibung, exklusive Mehrwertsteuern. Bei mehreren Fällen gewährt das Unternehmen Rabatte. Der Preis je Fall sinkt auf 20 Franken, beim Kauf eines Pakets für 5000 Fälle. Das Paket kostet 100'000 Franken.
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