Finma vergibt Bitcoin-Lizenz
Die Finma hat Moving Media aus St. Margrethen eine Lizenz für den Betrieb eines Bitcoin-Zahlungssystems erteilt. Das Unternehmen erhofft sich als erste den Finma-Regeln unterstellte Krypto-Plattform einen Vorteil im Fintech-Markt.
Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) hat einem Unternehmen eine Lizenz für den Betrieb eines Bezahlsystems für Kryptowährungen verliehen. Wie die in St. Margrethen beheimatete Firma Moving Media in einer Mitteilung schreibt, unterstehe sie als "Directly Subordinated Financial Intermediary" der Finma-Aufsicht.
Moving Media ist nach eigenen Angaben das erste Bitcoin-Unternehmen, das der Finma untersteht. Damit verpflichte sich die Firma, die Vorschriften in den Bereichen Geldwäscherei und "Kenne deinen Kunden" einzuhalten. "Eine Lizenz der staatlichen Behörden ist unabdingbar beim Aufbau eines Zahlungssystems", lässt sich Managing Director Bernhard Kaufmann in der Mitteilung zitieren. "Die öffentliche Anerkennung auf einem führenden europäischen Finanzplatz wie der Schweiz ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal im Markt."
Das Unternehmen betreibt die Plattform "Payment21.com". Diese bietet laut Mitteilung ein Bitcoin-Zahlungssystem für Onlinehändler, global tätige Unternehmen und Finanzdienstleister an. Auch der Umtausch in andere Währungen sei möglich. Zudem arbeite Moving Media an einer Lösung für sogenannte "Over-The-Counter"-Geschäfte.
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