Crypto AG spaltet sich auf
Die Crypto AG hat sich in zwei Unternehmen aufgespalten. Durch einen Management-Buy-out stellt sich der Schweizer Firmenteil als Crypto Schweiz AG auf und streicht Stellen. Das Geschäft mit internationalen Kunden übernimmt ein Schwedischer Unternehmer.
Die Crypto AG hat eine Umstrukturierung und einen Management-buy-out bekanntgegeben. Wie es in einer Mitteilung heisst, trennt das IT-Sicherheitsunternehmen mit Sitz in Steinhausen im Laufe des Jahres 2018 sein schweizerisches und sein internationales Geschäft.
Der schwedische Unternehmer Andreas Linde übernimmt laut Mitteilung den internationalen Teil der Crypto AG. Das Schweizer Geschäft werde im Rahmen eines Management-buy-outs in die "Crypto Schweiz AG" überführt.
Neuausrichtung auf Kundenbedürfnisse
Mit der neuen Eigentümerstruktur sollen beide Gesellschaften die unterschiedlichen Bedürfnisse der Schweizer und der internationalen Kunden besser bedienen und die Marktleistungen fokussiert ausbauen können, heisst es weiter.
"Schon heute existieren innerhalb der Crypto AG zwei Geschäftsmodelle mit sehr unterschiedlichen Ausprägungen. Mit der Aufteilung werden die Geschäftsmodelle konsequent getrennt und je einzeln vorangetrieben", lässt sich Giuliano Otth, CEO der Crypto AG und künftiger CEO der Crypto Schweiz AG, zitieren.
Die Crypto International AG übernehme alle internationalen Kundenbeziehungen und werde zusätzlich zum bestehenden Produkt-Portfolio im Bereich der Hochsicherheits-Verschlüsselungssysteme die Angebotspalette in Richtung umfassender Cybersecurity-Lösungen ausbauen, heisst es weiter.
Der Management-buy-out der Crypto Schweiz AG wird von Robert Schlup, Giuliano Otth und Thomas Meier, dem CEO des Schwesterunternehmens Infoguard angeführt. Infoguard gab gestern seinerseits einen Management-buy-out bekannt.
Stellenabbau in der Schweiz
"Für den schweizerischen Behördenmarkt soll das Angebot auf den Bereich Cyberdefence erweitert werden, und das zusätzlich in enger Zusammenarbeit mit der Schwestergesellschaft Infoguard", schreibt Otth, "Weiter haben wir einige Ideen, wie unser fundiertes Know-how auch Kunden mit hohen Sicherheitsanforderungen in Internet-of-Things (IoT)-Anwendungen zu Gute kommen kann."
Rund 140 Schweizer Mitarbeiter, würden in den beiden neuen Gesellschaften weiterbeschäftigt, schreibt die Crypto AG. Im Zuge der Umstrukturierung würden bis Ende Jahr aber auch "maximal" 14 Arbeitsplätze abgebaut.
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