T-Systems zieht weniger Aufträge an Land
Es kriselt bei T-Systems. Der IT-Dienstleister verbuchte im Geschäftsjahr 2017 fast ein Viertel weniger Aufträge als im Vorjahr. In der Schweizer Ländergesellschaft soll aber alles in Ordnung sein.
T-Systems hat sein Geschäftsjahr 2017 mit einem Umsatz von rund 6,9 Milliarden Euro bilanziert. Dies sind 1,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) sank derweil um 4 Prozent auf 509 Millionen Euro. Deswegen, weil der IT-Dienstleister deutlich weniger Aufträge an Land zog: T-Systems Auftragseingang schrumpfte gegenüber dem Vorjahr um fast ein Viertel, wie aus den Jahreszahlen der Deutschen Telekom hervorgeht.
CEO Adel Al-Saleh, der das Ruder Anfang Januar übernommen hatte, will T-Systems angeblich aufspalten. Ziel sei es, das Sorgenkind IT-Outsourcing vom Konzern abzutrennen. Mit diesem Plan reagiere T-Systems auf gescheiterte Verkaufsgespräche mit Atos im Sommer vergangenen Jahres.
Lichtblick Schweiz-Geschäft
Hierzulande konnte sich T-Systems gut behaupten, wie Stefano Camuso, Managing Director von T-Systems Schweiz, den Geschäftsgang kommentiert. "Unter Beweis stellen konnten wir unsere Cloud-, SAP- und Migrationskompetenz im Grossprojekt der SBB, für die wir unter anderem die gesamte SAP-Infrastruktur in die Cloud migrieren", lässt sich Camuso zitieren. Zudem hätten der Industriekonzern Georg Fischer und das Universitätsspital Bern ihre Verträge mit T-Systems Schweiz verlängert.
Für das laufende Jahr sieht Camuso die Schweizer Niederlassung des IT-Dienstleisters gut gerüstet. Geschäftszahlen nennt er jedoch nicht. Die Deutsche Telekom führt die Ländergesellschaften von T-Systems im Geschäftsbericht nicht einzeln auf.

Stefano Camuso, Managing Director von T-Systems Schweiz. (Source: zVg)
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