Google will keine Drohnen-KI mehr ans US-Militär liefern
Google will den Vertrag mit den US-Verteidigungsministerium zur Mitentwicklung von Kampfdrohnen-KI nicht verlängern. Das Unternehmen reagiert damit auf Kritik aus den eigenen Reihen und der Wissenschaft. Google arbeitet an einer Zielerkennungs-Software.
Google hat angekündigt, die Kooperation mit dem US-Verteidigungsministerium im Drohnen-Projekt "Maven" zu beenden. Wie "Heise Online" berichtet, hat Googles Cloud-Chefin Diane Greene die Mitarbeiter des Unternehmens darüber in Kenntnis gesetzt. Google wolle den Vertrag zur Mitentwicklung von Künstliche-Intelligenz-Algorithmen (KI) für militärische Aufklärungs- und Kampfdrohnen ab 2019 nicht mehr verlängern.
Mit dem Schritt haben sich laut Heise die Kritiker an dem Vertrag durchgesetzt. Google-Mitarbeiter und mehrere Hundert Wissenschaftler hätten sich gegen eine Beteiligung an der Herstellung von Kriegsgerät ausgesprochen - aus ethischen wie aus Imagegründen.
Im Projekt Maven entwickle Google für die US-Luftsstreitkräfte Methoden, mit denen sich Videoaufnahmen von Kampfdrohnen wie der "MQ-9 Reaper" automatisch auswerten liessen. So könne das unbemannte Fluggerät dereinst selbstständig militärische Ziele aussuchen und bekämpfen. Das US-Militär erhoffe sich vom Einsatz von KI kürzere Reaktionszeit und damit schnellere Militärschläge, schreibt Heise.
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