Forschungsprojekt

Wie künstliche Intelligenz ambulante Operationen optimieren soll

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Der Westschweizer IT-Dienstleister Calyps hat mit Forschern der Waadtländer Hochschule für Wirtschaft und Ingenieurwissenschaft eine künstliche Intelligenz geschaffen, die den Ablauf von ambulanten chirurgischen Eingriffen optimieren soll.

(Source: Carolina K Smith MD / Fotolia.com)
(Source: Carolina K Smith MD / Fotolia.com)

Der Westschweizer Analytics-Spezialist Calyps hat eine Finanzspritze von Innosuisse, der Innovationsförderagentur des Bundes, erhalten. Die Fördermittel sollen dem Zweck dienen, eine Anwendung künstlicher Intelligenz (KI) zu entwickeln, die bei der Planung ambulanter chirurgischer Eingriffe helfen soll. Das Ziel bestehe darin, die Abläufe zu optimieren, indem die Ausfallzeiten begrenzt und die Auslastung der Operationssäle erhöht werde, erklärt Karim Bensaci, technischer Direktor von Calyps, auf Anfrage des ICTjournal. Das Forschungsprojekt werde in Zusammenarbeit mit Stephan Robert und Efstratios Rappos durchgeführt. Die beiden Forscher arbeiten am Institut für angewandte Forschung und Entwicklung der Waadtländer Hochschule für Wirtschaft und Ingenieurwissenschaft.

Als Grundlage für die KI-Modelle dienten Daten von Calyps-Kunden und Westschweizer Kliniken. Die Forscher arbeiten derzeit an einem System, das dafür sorgen soll, dass Patienten und Ärzte stets zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind, wie Bensaci sagt. Anschliessend wollen die Forscher die algorithmischen Modelle weiterentwickeln und sie im Rahmen von neuronalen Netzen trainieren. Die KI solle schliesslich in der Lage sein, die Dauer von geplanten Operationen vorherzusagen und die Operationsabläufe zu optimieren. Zu diesem Zweck müsse das System eine Vielzahl von Variablen berücksichtigen. So soll etwa damit rechnen, dass Ärzte unpünktlich sein können. Zudem müsse das System auch individuelle Bedürfnisse von Patienten mit einkalkulieren.

Die ersten klinischen Versuche beginnen voraussichtlich im September, wie Bensaci sagt. Ein erster kompletter Prototyp dürfte im ersten Halbjahr 2019 bereitstehen.

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DPF8_108465

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